Der Sommer macht keinen AVE

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Palme ohne Krone: AVE-Station in Matola. Unten: Historischer Bahnhof auf Rodríguez Sampers Gemälde. Fotos: Stefan Wieczorek

Elche – sw. Dass der Passagier die Weltkulturerbestadt Elche erreicht hat, wird er aus dem Hochgeschwindigkeitszug steigend nicht gleich erkennen. Denn die AVE-Station Matola liegt sechs Kilometer weit draußen, näher an Crevillent als an Elche. An die Palmenstadt erinnert höchstens ein kurioser Stamm, auf dem die Palmenkrone fehlt. Dass die Station betriebsbereit ist, versichern Stadt, Staat und die Bahninfrastrukturfirma Adif. Nur einer macht dem Projekt einen Stricht durch die Rechnung: der AVE aus Madrid.
„Andalusisch“ nur bis Murcia
Das Versprechen des Verkehrsministeriums – „Im Sommer 2019 hält der AVE in Elche“ – wird immer unwahrscheinlicher. Denn die Tests auf der Strecke Monforte-Elche verlaufen nicht wie erhofft. Korrekturen seien nötig, vor allem sicherheitsbedingt. Selbst, dass der Zug im Herbst Elche anfahren kann, will Adif nicht garantieren. Sicher ist nur, dass der AVE frühestens 2021 die Endstation Murcia erreichen kann, wo der Umbau des Bahnhofs entsprechend dauert.

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