Die Folgen des Sturms

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In Planes brach ein Teil der Burgmauer aus dem 12. Jahrhundert ein. Foto: Diputación

Alicante – ms. Wenn Sie sich am Freitag gewundert haben, warum Sie CBN und CCN nicht wie gewohnt am Kiosk fanden – der Schnee hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zwar schaffte es die Druckerei in Biar – einem der am heftigsten vom Schnee betroffenen Orte in der Provinz – die Ausgaben trotz wiederkehrender Stromausfälle zu drucken, doch am Abend konnten die Lkws, die die Zeitungen an die Verteilergesellschaft liefern, wegen des Schnees das Gelände nicht verlassen. CBN und CCN kamen deshalb erst verspätet an die Kioske.

Nur eine von vielen Folgen des heftigen Wintereinbruchs: Auf der A-3 zwischen Madrid und Valencia mussten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag knapp 2.000 Menschen bis zu zwölf Stunden in ihren Autos ausharren, bis die Schneeräumer kamen. Auch auf der AVE-Schnellzugstrecke zwischen Madrid und Alicante ging zeitweise nichts mehr. Bei Albacete und zwischen Villena und Alicante blieben rund 1.500 Reisende auf der Strecke.

Nach dem Schnee folgte die Sintflut: Die Stadt Valencia vermeldete mit gut 140 Litern pro Quadratmeter den feuchtesten Januar seit 1864. Am Flughafen von Alicante-Elche gingen gut 104 Liter nieder, in Altea 202 Liter. Windböen mit bis zu 103 Stundenkilometern rissen in Dénia, Jávea, Calp oder Altea Bäume und Strommasten um – 30.000 Haushalte im Land Valencia waren stundenlang ohne Strom. Die Wellen erreichten Höhen von bis zu 6,5 Metern, viele Orte wurden von Hagelschauern heimgesucht. Die Schäden an den Strandpromenaden und in der Landwirtschaft sind noch nicht abzuschätzen.

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