Die Giftsuppe von Zinsa

0
786
Ausgebeutete, vergiftete Landschaft, von Profiteuren und Politik sich selbst überlassen. Bei La Unión, Cartagena. Foto: Archiv

Cartagena – mar. Am vorigen Dienstag inspizierten Spezialisten der Naturschutzeinheit der Guardia Civil, Seprona, Abfallberge der Zinkindustrie bei Cartagena. Die Rückstände der Fábrica Española del Zinc (Zinsa) stapeln sich über fünf Meter hoch, keine 300 Meter weit vom Viertel Torreciega. Was bei Regen hier aus den Müllhügeln rinnt, ist pures Gift, das sieht und riecht man. Die Anwohner spüren es, die Ärzte stellen immer wieder Atemwegserkrankungen fest, die von Säuredämpfen ausgelöst würden.
Die bräunlich-gelbe Brühe sickert ins Erdreich und wird mit der Zeit ins Mar Menor gespült. Als hätte das noch nicht genug zu kämpfen mit den Chemie-Salzlaken der illegalen Brunnenbauer, den Nitrat-Rückständen der Agrarindustrie oder den Abwässern von Urbanisationen und Hotels. „Das Wasser in dem Auffangbecken ist phosphorgrün. Chemische Reaktionen lassen sich durch starken Geruch und Blubbern der Flüssigkeiten erkennen“, zitiert „La Verdad“ den Seprona-Bericht.

Mehr in der Printausgabe

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.