Durch Notkanäle ins Meer

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Am Montag wurde die N-332 kurz gesperrt, am Dienstag ging es nur langsam voran. Foto: Stefan Wieczorek

Guardamar – sw. Was ist nur in Guardamar los? Noch am Samstag, als das Wetter gerade besser wurde, hatte es gehießen, das Küstenstädtchen der Vega Baja sei sicher vor den Folgen des großen Gewitters (Dana). Doch am Dienstag war das Nordufer des Segura –  im Bereich des altem Flussbetts – völlig überschwemmt. Wasser floss über die Nationalstraße N-332 und brachte den Verkehr fast zum Erliegen. Die umliegenden Äcker und das Industriegebiet mit dem Mercadona waren unter Wasser. Schon am Sonntag war wegen der Flutwarnung der Camping Marjal geräumt worden.

Da sich die Befürchtungen bewahrheiteten, riss die Stadt am Dienstagmittag unter Erlaubnis des Wasserwirtschaftsamts CHS an zwei Stellen den Damm zwischen dem alten und dem neuen Flussbett ein und schuf so zwei provisorische Kanäle. Der Grund: Der überschwemmte Bereich, der dem natürlichen Lauf des Segura entspricht, liegt etwa 1,5 Meter höher als das vor über 20 Jahren gelegte neue Flussbett. Durch dieses würde das Hochwasser rasch abfließen, erklärte Bürgermeister José Luis Sáez (PSOE).

Allerdings steht nun die Befürchtung im Raum, dass die Masse an Sedimenten nicht ausreichend weit ins Meer gelangt, sich in der Mündung festsetzt und diese so blockiert.  Dafür sorge der Ostwind Levante sowie der weit ins Meer ragende gebogene Wellenbrecher, warnen Anwohner der Viertel an den Playas. In der kommenden CBN-Ausgabe lesen Sie mehr über die Hintergründe der Entwicklung des Hochwassers in der Vega Baja.

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