Eine Kunst für sich

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Blattgold war das Thema des aktuellen Kurses – hier in trauriger Version als Träne. Fotos: Ángel García

Jávea – lh. Während der spanische Sommer beginnt, neigt sich in der Escuela de Pintura Mediterranéa in Jávea das künstlerische Lehrjahr dem Ende zu. An einem Donnerstagabend finden sich aufgeregte Kinder und nicht minder freudig gestimmte Erwachsene in der geräumigen Galerie Ca Lambert ein. Auf den drei Etagen der Galerie werden die Ergebnisse ihrer monatelangen Arbeit ausgestellt – die, wie jedes Jahr, zum Unterrichtsende hier präsentiert werden.
Wer die Galerie im Carrer Major durch die geöffneten Flügeltüren betritt und nicht sofort mit den Blicken den Raum nach seinem Kunstwerk absucht, nimmt neben der bunten Menschenmasse die vielen unterschiedlichen Werke wahr, die die Wände schmücken. Landschaftsgemälde, Stillleben, Porträts. Tiere, Schiffe, der Montgó und die Molinas, die Mühlen von Jávea, – die Motive sind so unterschiedlich wie die hier versammelten Schüler. Ebenso sehr unterscheiden sie sich in der Wahl der Materialien: Man findet Öl auf Leinwand, Acryl auf Holz, auch Pastellkreiden und Blattgold sind beliebt.

Künstler aus der ganzen Welt
Gleich am Eingang befindet sich das Gemälde von Matilde Briz Navarro. Sie hatte sich für Acryl und Blattgold auf Holz entschieden, ein Werk, für das sie viel positive Rückmeldung bekommt. Matilde Briz erinnert sich, sich bei ihrer Anmeldung wahrlich nicht als Künstlerin gesehen zu haben. „Dann merkte ich, dass man keine Künstlerin sein muss, sondern nur das Interesse zählt. Denn die Technik – Zeichnen, Farben mischen, Aquarell, Acryl – all das bringen sie uns dort bei.“ Doch nicht nur zum Malen besucht sie den Unterricht. „Wir knüpfen Kontakte mit Menschen anderer Nationalitäten und Weltanschauungen.“
In der Tat zeigt ein Blick auf die Namensschildchen unter den Bildern, wie viele Nationalitäten in der Kunstschule zu finden sind: Neben spanischen Namen finden sich unter anderem deutsche, englische und holländische. Allerdings – ungeachtet der Nationalität – sind durchaus mehr weibliche als männliche Namen vertreten.

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