Erste Urteile im „Gürtel“-Prozess

0
503
Der Kopf des „Gürtel“-Skandals, Francisco Correa (r.) und sein Stellvertreter Pablo Crespo (l.) sind zu 13 Jahren verurteilt worden. Foto: dpa

Valencia – sk. Acht Jahre harrten viele empörte Valencianer der Bilder, die am Dienstag in den Abendnachrichten liefen: Die Köpfe des „Gürtel“-Kartells – Francisco Correa, Pablo Crespo und Álvaro „Schnauzbart“ Pérez – gehen ins Gefängnis und treten ihre 13-jährige Strafe, vorerst als U-Haft in Picassent, an.
Doch bereits am Donnerstag mussten die drei Herren, die der Korruption in der Region Valencia ein Gesicht verliehen haben, in eine Justizanstalt in Madrid verlegt werden, damit sie in der Hauptverhandlung des „Gürtel“-Korruptionsskandals erneut auf der Anklagebank Platz nehmen können.
Bei den ersten Urteilen im valencianischen Nebenschauplatz des „Gürtel“-Prozesses zieht das Gericht Unternehmen des Konglomerats von Francisco Correa – dessen ins Deutsche übersetzte Nachname der Operation „Gürtel“ ihren Namen verlieh – zur Rechenschaft, über die PP-Politiker bestochen wurden, um öffentliche Aufträge zu erhalten. Vorneweg die Firma Orange Market unter Führung von Álvaro „Schnauzbart“ Pérez, die für die Region Valencia zwischen 2005 und 2009 den Auftritt bei der Fitur-Tourismusmesse abwickelte. Elf der 13 Angeklagten bekamen Haftstrafen, nur zwei wurden freigesprochen.

Mehr in der Printausgabe

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here