Es lag nicht an den Pilzen

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Das Restaurant von Sternekoch Bernd Knöller. Foto: Archiv

Valencia – sk. Nicht die Pilze im Sterne-Restaurant Riff, sondern eine Krankheit haben den Tod einer 46-jährigen Frau verursacht. Dies geht aus dem toxologischen Gutachten hervor, auf das sich die Zeitung „El País“ bezieht. Demnach geht auch die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Frau an einer Krankheit litt, die bei dem Besuch des Restaurants des deutschen Sterne-Kochs Bernd Knöller in Valencia zu dem tragischen Unglück führte.

Das Personal des Restaurants trägt der Staatsanwaltschaft zufolge keine Verantwortung, obwohl zu dieser Zeit ein Menü mit colmenillas – eine Morchel-Art – serviert wurde, die mit großer Wahrscheinlichkeit Magenverstimmungen bei etwa 30 Gästen ausgelöst haben.  Morcheln können zwar einen gewissen Giftanteil enthalten, der wiederum eine Gastritis auslösen kann, die für sich alleine aber nicht tödlich enden kann.

Die Staatsanwaltschaft geht vielmehr davon aus, dass ein Gehirn- und Nierenversagen die Ursache des Unglücks war, das im unglücklichen Zusammenspiel mit einer Gastritis und einer Bronchitis, die die Atemwege versperrte,  zum Tod der Frau führte.

Das Restaurant Riff hat am Mittwoch seinen Michelin-Stern bestätigt bekommen. Das Unglück vor fast einem Jahr ging dem damaligen Chefkoch Bernd Knöller sehr nahe. Das Restaurant blieb einen Monat geschlossen. Knöller sagte damals, dies sei „der Albtraum eines jeden Restaurants“.

Morcheln sind eine Pilzart, deren Verwendung in Restaurants durchaus üblich ist. Das Restaurante Riff hatte die colmenillos aus León bezogen, von einem Zulieferer, der sie aus China bezog, – was Knöller allerdings nicht wusste.

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