Ex-Ministerpräsident Zaplana in Haft

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Steiler Aufstieg, tiefer Fall: Eduardo Zaplana wurde wegen Korruptionsverdachts festgenommen. Foto: CBN-Archiv

Valencia – sk. Der frühere Arbeitsminister und Ex-Ministerpräsident Valencias, Eduardo Zaplana, ist am Dienstag nahe seiner Wohnung in Valencia wegen mehrer Korruptionsvorwürfe wie Bestechlichkeit und Geldwäsche in Höhe von mehr als zehn Millionen Euro verhaftet worden. Beamte der Guardia-Civil-Einheit UCO durchsuchten mehrere Stunden seine neun Wohnungen und Büros in Madrid, Valencia und Benidorm sowie Räume im Rathaus Villajoyosa. Zaplana war schon als Benidormer Bürgermeister (1991 bis 1994) und Ministerpräsident von Valencia (1995 bis 2002) von Skandalen umgeben.
Außer Zaplana nahm die Polizei im Rahmen der Operation „Erial“ sechs weitere Personen fest, darunter seinen früheren Kabinettschef Juan Francisco García oder den Unternehmer Vicente Cotino. Gegen dessen Cousin, den ehemaligen Landtagspräsidenten Juan Cotino, der tief in Korruptionsfälle wie etwa den Papstbesuch verstrickt ist, ermittelt die Polizei ebenfalls. Allein der Cotino-Clan soll mit Aufträgen Zaplanas über 40 Millionen Euro verdient haben. Verhört wurde auch Zaplanas langjährige persönliche Sekretärin Mitsouko Henríquez. Ferner verhafteten die Polizisten den früheren Terra-Mítica-Abteilungsleiter Joaquín Barceló, dessen Frau und Francisco Grau, der für die Pleite-Sparkasse CAM im Aufsichtsrat von Terra Mítica saß und gegen den das Nationale Strafgericht wegen der CAM-Geschäfte in der Karibik ermittelt.

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