Gemeinsam ausbaden

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Dicke Luft in Orihuela: Urrea saß mit Brille und Krawatte an der blauen Wand. Foto: Wassergericht

Orihuela – sw. Drei Buchstaben hat die Sau, die seit der Flut durch die Vega Baja gejagt wird: CHS. Harte Vorwürfe prasseln auf das Wasserwirtschaftsamt des Segura ein. Es habe die Pflege des Flusses und die Zone im Süden der Provinz bewusst vernachlässigt, so das Wassergericht in Orihuela. Für die alte Bauernorganisation scheinen ganz neue Kanäle zu sprechen: Handy- und Drohnenvideos, die flutartig durchs Internet strömen.
Darauf sind verschiedene Stellen zu sehen, wo der Segura übers Ufer trat, sowie ein Becken voller Gräser. Die hätte CHS spätestens bei der roten Warnung beseitigen müssen. Doch getan hätte es nichts, weshalb das Wassergericht – mit Unterstützung der Provinzverwaltung – das Amt wegen Millionenschäden verklagen will.
Was für Vorzeichen für das Treffen zwischen den Landwirten und CHS vor einer Woche in Orihuela! In der Höhle des Löwen zeigte CHS-Vorsitzender Mario Urrea durchaus Verständnis. Er solidarisiere sich mit der Vega, und ja, es gebe Mängel am Fluss. Aber schuld sei nicht allein das CHS – und schon gar nicht unter seiner Leitung. 2018 erst trat Urrea an – nominiert in Madrid nach Regierungsübernahme durch Pedro Sánchez (PSOE).

Meer, das zum Kessel wird
Da habe Urrea sogleich Missstände wie fehlerhafte Infrastrukturen oder den akuten Personalmangel aufgezeigt, das Team aufgestockt sowie eine Million Euro in eine Fluss-Sanierung gesteckt. Das sei nicht viel, doch laut Urrea kam das Geld aus dem eigenen CHS-Bestand – und der sei seit langem defizitär.

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