Geschichten als Tor zur Welt

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Lebt für und mit der Literatur: Alberto Celdrán. Foto: Ángel García

Sant Joan d’Alacant – ann. Alberto Celdrán liest keine Geschichten, er lebt sie. Und er erweckt sie für andere zum Leben. Wenn der 42-Jährige aus Sant Joan vor den staunenden Augen einer Kinderschar ein Buch zur Hand nimmt, scheinen alle Charaktere aus dessen Seiten zu steigen und in den Körper des drahtigen Cuentero zu schlüpfen. Seit Jahren ist Celdrán rund um Alicante ein gefragter Mann für Märchenstunden in Bibliotheken, Schulen und bei Events, er betreibt mit einer Kompanie die Theaterwerkstatt Fàbrica de Paraules in Sant Joan, bietet Workshops für Eltern und Lehrer an und hat selbst zwei Kinderbücher verfasst. Zum Welttag des Buches (23. April) hat der Vater von vier Kindern über Literatur, Märchen und Disney philosophiert.
„Die Literatur ist heute sehr flüchtig“, meint Celdrán. Der Markt der Kinderliteratur befinde sich im Aufschwung. „Es gibt ständig Neuheiten, aber nach sechs Monaten ist ein Buch schon wieder vergessen, keiner erzählt es mehr, es ist ausrangiert, und das nächste kommt.“ In dieser Konsumdynamik sei es wichtig klassische und zeitgenössische Vorbilder zu haben. „Ein Kind kann nicht aufwachsen ohne beispielsweise Roald Dahl gelesen zu haben, denn er ist eine Referenz.“

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