Gruppenvergewaltigung in Silvesternacht

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Am Montag demonstrierten Anwohner gegen sexuellen Missbrauch in Callosa. Foto: Ángel García

Callosa d’en Sarrià – fin. Die Guardia Civil hat in Callosa d’en Sarrià vier Verdächtige verhaftet, die in der Silvesternacht eine junge Frau vergewaltigt haben sollen. Eine Anwohnerin rief die Polizei und meldete vier Männer und eine halbnackte Frau, die sie in einem Erdgeschosslokal neben ihrer Wohnung gesehen hatte.

Als die Beamten eintrafen, waren drei der vier Männer noch anwesend, einer soll sich laut Polizebericht gerade die Hosen hochgezogen haben, ein anderer lag auf der 19-Jährigen und vergewaltigte sie. Die junge Frau war offensichtlich stark betrunken und stand vermutlich auch unter Drogeneinfluss, sie konnte den Polizisten weder sagen, wo sie wohnt noch wo sie sich befindet oder was in den letzten Stunden passiert war. Die Frau klagte über Schmerzen im Intimbereich und wurde in die Notaufnahme vom Krankenhaus in Villajoyosa gebracht, wo sie medizinisch und psychologisch betreut wurde. Den vierten Verdächtigen konnte die Polizei kurze Zeit später ausmachen und ebenfalls festnehmen.

Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei von folgendem Tatverlauf aus: Das Opfer kannte zwei der Männer und traf die gesamte Gruppe bei der öffentlichen Silvesterfeier in Benidorm. Gegen 5 Uhr morgens schlugen die Männer der Frau vor, noch auf eine Privatfeier in Benidorm zu gehen. Dort tranken alle weiter Alkohol. Als die Vier anfingen, das betrunkene Mädchen zu begrapschen, wurden sie vom Hausherren vor die Tür gesetzt.

Die 19-Jährige konnte jetzt kaum noch laufen, die vier Männer beschlossen, sie nach Callosa zu bringen, wo einer der Verdächtigen ein Erdgeschosslokal hat. Dort kam es dann zu der Gruppenvergewaltigung, die die Männer laut Medienberichten im Stil der „Manada“ aus Pamplona per Handy filmten. Die Verhafteten sind 19, 21, 22 und 24 Jahre alt. Der 22-Jährige ist wegen Häuslicher Gewalt und Missbrauchs einer Minderjährigen vorbestraft. Im Rahmen der ersten Ermittlungen machte die Guardia Civil darüber hinaus eine Frau aus, die dem 22-Jährigen ebenfalls sexuellen Missbrauch vorwirft. Diese Tat soll auf Oktober 2018 zurückgehen. Die Ermittler haben ausserdem Indizien, die dafür sprechen, dass die gesamte Gruppe noch mindestens zwei weitere Male ähnlich vorgegangen ist und geht davon aus, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte.

 

 

 

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