Hanfpflanzen verwechselt

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Hanf mit Marihuana verwechselt. Foto: Wikipedia

Almoradí/Catral – ds. Die Guardia Civil hat zehn Männer im Alter von 21 bis 40 Jahren und zwei weitere im Alter von 26 bis 42 Jahren als mutmaßliche Täter von vier Raubüberfällen, die sich in den letzten Monaten auf Hanf-Farmen in der Vega Baja ereigneten, festgenommen. Die mutmaßlichen Täter ließen mehr als tausend Pflanzen mitgehen, in der Annahme es handle sich bei ihrer Beute um Marihuana.

Bereits vor einer Woche hatte ein Geschäftsmann aus Elche die spanische Tageszeitung „Información“ kontaktiert, um über die Zunahme von Übergriffen infolge der leichten Verwechslung beider Pflanzen, aufmerksam zu machen. Beide Pflanzen sehen sich zwar sehr ähnlich, aber im Gegensatz zu Marihuana ist Hanf völlig legal, da es weniger als 0,2 Prozent THC (eine psychoaktive Substanz, die zu den Cannabinoiden zählt) enthält. Hauptsächlich wird es für kosmetische oder pharmazeutische Zwecke eingesetzt und ist somit als illegale Droge vollkommen nutzlos.

Einer der Raubüberfälle ereignete sich auf einer Farm in Almoradí. Fünf Personen, bewaffnet mit unter anderem Messern und Baseballschlägern, schüchterten den Besitzer mit mehreren Luftschüssen ein und entnahmen einen Teil der Hanfplantage. Als die Diebe flüchteten, meldete der Besitzer den Vorfall gleich der Guardia Civil. Zwei der mutmaßlichen Täter konnten daher noch in derselben Nacht festgenommen werden. Die Untersuchungen in diesem Fall wurde von der Spezialeinheit Roca der Guardia Civil von Torrevieja, fortgesetzt. Schließlich konnte noch drei weitere Verdächtige dingfest gemacht werden.

Ein zweiter Diebstahl ereignete sich auf einer Farm in Catral. Ein Sicherheitsmitarbeiter wurde mit Äxten und Knüppeln bedroht und festgehalten. Insgesamt entwendeten die Täter 600 Hanfpflanzen im Wert von 20.000 Euro. Nach dreimonatigen Ermittlungen der Guardia Civil konnten nun zwei Personen in Monóvar festgenommen werden, die allem Anschein nach mit der Tat in Verbindung stehen.

Die letzten beiden Raubüberfälle spielten sich auf ein und derselben Farm in Orihuela ab. Mit 300 Pflanzen im Gepäck versuchten drei Männer in einem Auto zu fliehen. Da die Guardia Civil rechtzeitig alarmiert worden war, kamen diese aber nicht sehr weit. Nur einen Tag später wurde dieselbe Farm erneut überfallen. Zwei Männer flohen mit vier Säcken, voll mit dem, was sie für Marihuana hielten. Ein Sicherheitsmann alarmierte die Guardia Civil und einer Patrouille in der Nähe gelang es schließlich, beide Täter in Gewahrsam zu nehmen.

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