Hilferuf am Höllenschlund

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Blick in den Höllenschlund von Torrevieja. Die Baustelle liegt seit zehn Jahren brach. Foto: M. Schicker

Torrevieja – mar. Wo andere Städte Altstadtviertel, Parks oder eine Fußgängerzone haben, klafft in Torrevieja ein Loch. Fast ein Hektar ist die seit zehn Jahren aufgegebene Baustelle groß, auf der mal ein Shoppingcenter mit Kinos und Wellness Center entstehen sollte, zehn bis 15 Meter ist sie tief und durch einen Zaun „gesichert“.
Der neigt sich an verschiedenen Stellen bereits 45 Grad in den Abgrund, an anderen stehen messerscharfe Plastikfetzen heraus, rund 20 Meter sind völlig zaunfrei. An anderen Abschnitten soll blickdichtes Segeltuch herumtollende Kinder vor dem Absturz retten. Erwachsene sind weniger in Gefahr, denn sie würden bereits auf dem Weg zum Schlund über Metallhindernisse fallen, sich spätestens in dem auf 1,50 Meter hoch gestalteten Durchgang seitlich des Zaunes verfangen. „Das Tor zur Hölle“, portal infernal, nennen Anwohner diese zentrale Denkwürdigkeit. Nicht ohne Grund, denn bei den Bauarbeiten starb ein Maurer beim Zementieren der Fundamente, ein Zweiter starb, als er mit seinem Privatwagen in die Grube stürzte.

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