Hort des Lebens

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Die Trauben trockneten auf Schilfrohrmatten in der Sonne und wurden nachts oder bei Regen im Riurau untergestellt. Fotos: Ángel García

Pedreguer – se. Drei Natursteingebäude inmitten von Obstgärten und Plantagen, Weinstöcke ranken sich über eine Tunnelpergola, unter der eine Bank steht. Eine Schilfrohrmatte lehnt links an einer Wand und rechts sind in einem Bogenfenster alte Siebe, eine riesige, grün lackierte Keramikschüssel und Kürbisflaschen zu sehen. Die Finca L’Hort de l’Alé der Stiftung Christian-Marc Olmos Vente in Pedreguer ist ein Freilichtmuseum. Und viel mehr als das.
„Unsere Stiftung hat drei Ziele“, erklärt Stiftungsgründer Pascual Olmos. „Nachhaltigkeit – wir wollen die Natur und die örtliche Volkskultur erhalten – die Integration von Menschen, die behindert oder von sozialer Ausgrenzung bedroht sind, und auch Entwicklungshilfe. Die Stiftung hat in Zusammenarbeit mit den Don-Bosco-Schwestern Brunnen und Stromleitungen in Äthiopien finanziert.“
Auf der 1,5 Hektar großen, rollstuhlgerechten Finca L’Hort de l‘Alé wird Bioanbau betrieben. Menschen, die von sozialer Ausgrenzung bedroht oder behindert sind, bearbeiten einen Teil der Plantagen. „Ich kooperiere dabei unter anderem mit dem Behindertenverein Adima, in dessen Vorstand ich bin“, so Olmos.
Die Ernte werde gespendet. „Am 10. November pflücken freiwillige Helfer rund sieben Tonnen Mandarinen, die an das Rote Kreuz und Caritas in Dénia, Jávea und Pedreguer gehen.“
Vor allem aber wird auf der Finca das kulturelle Erbe der Landwirtschaft weitergegeben. Das war auch das Ziel einer Führung, die Ilse Kübler, Vorsitzende der Kulturfreunde, dort für deutschsprachige Residenten organisierte. „Wer waren die Bauern, die hier arbeiteten und warum wurde die ,pasa‘ für diese Gegend so wichtig? Was ist das Geheimnis, das aus einer Weintraube diese besondere Rosine macht? Und was wächst hier sonst noch an Obst und Gemüse?

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