Invasion der Bikinis und Badehosen

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Die Cala Racó del Conill in Villajoyosa zieht sowohl FKK-ler als auch Textile an. Foto: Ángel García

Villajoyosa – ann. Türkisfarben glitzert das Wasser der Cala Racó del Conill in der Sonne. Auf den imposanten Felsen dösen Ende September noch etliche Badegäste in der verwinkelten Bucht – viele splitterfasernackt. Das „Kanincheneck“ ist Nudistenstrand – auch offiziell. Doch die Tradition ist in Gefahr. „In den letzten Jahren haben wir eine zunehmende Präsenz von ,Textilen‘ beobachten können“, sagt FKK-Anhänger Luis Javier Corada. Er habe nicht grundsätzlich etwas gegen Badegäste, die sich keine Blöße geben wollen. „Zwischen 15 und 20 Prozent ist in Ordnung“, sagt Corada. „Wir begrüßen das sogar, um zu interagieren und andere zur Freikörperkultur zu animieren.“
Doch angesichts der bekleideten Massen, die zuletzt vor allem im Juli und August in die Bucht kamen, entschlossen sich die Nudisten, zu handeln. „Die Tradition geht in ganz Spanien verloren, und das beeinträchtigt uns sehr“, meint der FKK-ler. Am Ende sei man an einem Nacktbadestrand von Textilen umringt und fühle sich unwohl, wenn man die Hüllen fallen ließe.
So gründeten er und Mitstreiter im vergangenen Jahr das Kollektiv Racó del Conill nudista und holten sich zunächst Rat bei der nationalen FKK-Vereinigung. Dann gingen sie aufs Rathaus von Villajoyosa. Die Stadt unterstützt die Nudisten und hat im April offizielle Schilder aufgestellt, die auf die FKK-Tradition in der Bucht hinweisen.

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