Keine Gnade für das Felsenröschen

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Jahrelange Demonstrationen blieben letztlich erfolglos. Auch das seltene Felsenröschen ist durch die Bebauung in Gefahr. Foto: Archiv

Orihuela Costa – mar. Jetzt ist es offiziell. Weder die massiven Einwände von Umweltschützern und Bürgerinitiativen, noch die Intervention der Europäischen Union konnten verhindern, dass auch das letzte noch weitgehend unberührte Stück Küste in Orihuela Costa – und praktisch der gesamten südlichen Costa Blanca von Guardamar bis nach Cartagena – zugebaut werden wird. Die Landesregierung in Valencia hat der Errichtung von 1.500 Wohneinheiten an der Cala La Mosca entlang eines rund einen Kilometer langen Küstenabschnitts zwischen Punta Prima und Playa Flamenca stattgegeben.
Bisher nur zu Fuß zugänglich
Betroffen ist eine Fläche von 45 Hektar, die bis dato von einem weitläufigen, felsigen Küstenrelief geprägt und nur zu Fuß zugänglich war. Doch diese letzte freie Linie der insgesamt 15 Kilometer von Orihuelas Küste fällt nun auch dem Betonierungswahn zum Opfer. Südlich von Guardamar bleibt an der Costa Blanca dann lediglich noch der kleine Abschnitt der Cala Lo Ferrís unbebaut. Dieser gehört zum Verwaltungsgebiet von Torrevieja, der dortige grüne Bürgermeister untersagte die seit Jahren beantragte Bebauung mit Verweis auf die neuen Schutz-Paradigmen des Umweltplanes Pativel.

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3 KOMMENTARE

  1. Was hier an der Küste passiert grenzt an Wahnsinn! Leute werdet doch endlich wach. Wieviele von den neu gebauten Wohneinheiten stehen leer? Was erhofft sich die Stadt- und Landesverwaltung? Wohnungen werden illegal und auch sehr teuer vermietet. Bezahlbarer Wohnraum für einheimische ist rar. Baukräne statt Grünflächen! Leute werdet endlich wach!

  2. Es ist echt schade, das auch noch das letzte Stück Küste bebaut werden soll. Wenn man durchs Land fährt, stehen an allen Ecken komplette Neubauten leer. Ich Frage mich, was will man damit bezwecken, noch mehr Häuser zu bauen die dann leer stehen?! Traurig, traurig….wir haben so gehofft, das da nichts mehr passiert. Armes Spanien!!! Solltet vielleicht lieber mal euer Müllproblem (Plastik) in den Griff bekommen. Uberall fliegen leere Plastikflaschen und anderes Plastikzeug rum.

  3. Typisch für diese spanische Gesellschaft, dass ausgerechnet aus Valencia die letzte Weiche gestellt wird. Aber die Gründer hatten ja schon bevor erste Zusagen erteilt wurden, schon Grundlagen für die Bebauung erstellt, sprich Abwasserkanäle, Elektrizität und Straßen. Alles Beton. Also hatten die schon mal den Fuß in der Tür. PP hilft ja bei sowas, gegen anständige Zahlungen unterm Tisch.

    Ekelhaft!

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