Land unter in Alicante

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Am Montagabend standen die Straßen in Alicantes Stadtteil Santa Faz zentimeterhoch unter Wasser. Foto: Alicante Ambulancias

Alicante – ms. Die heftigen Regenfälle haben am Montagabend ihren vorläufigen Zenit erreicht. Am schlimmsten betroffen war die Provinzhauptstadt. In Alicante regnete es innerhalb von 24 Stunden 150 Liter pro Quadratmeter – so viel wie sonst in einem halben Jahr. Unterführungen, Straßen und Schulen wurden überschwemmt.

Im Hospital von San Juan musste Wasser abgepumpt werden. Die Avenida de Dénia war auf Höhe des Einkaufszentrums Plaza Mar 2 wegen der Wassermassen nicht mehr befahrbar. Auch die Avenidas de Villajoyosa und Elche, die Vía Parque und die Landstraße CV-822 bei Villafranqueza waren zeitweise gesperrt. Außerdem waren Alicantes Hospital General sowie die Stadtteile Santa Faz und Mutxamel betroffen.

Am Colegio Aire Libre in Mutxamel stürzte eine Mauer ein. Foto: Ángel García

An den Schulen Canyada, Gloria Fuertes und Santo Ángel in Alicante sowie in den Zentren in San Vicente del Raspeig und El Campello fiel am Dienstag die Schule aus. Auch die Universität Miguel Hernández beschloss, alle Veranstaltungen auf dem Campus von San Juan abzusagen.

In San Vicente del Raspeig mussten die Rettungskräfte zwei Personen vom Dach ihres Autos retten. Sie waren an einer Unterführung unter den Zugschienen im Industriegebiet Canastell von den Wassermassen eingeschlossen worden. In Cocentaina rettete sich ein 67-Jähriger im letzten Moment aus seinem Auto, das vom Río Serpis mitgerissen worden war. Der Mann aus Alcoy hatte entsprechende Warnschilder missachtet.

In der Vega Baja fiel mit 59 Litern pro Quadratmeter zwar etwas weniger Regen, trotzdem mussten in Orihuelas Viertal San Francsico drei Familien ihre Häuser verlassen.

In der Marina Alta war die Partida les Planes (CV-735) zwischen Dénia und La Xara betroffen, dort stürzte eine Mauer ein. Außerdem mussten am Montag die Container-Klassenzimmer der Schule in La Xara evakuiert werden. Kalt erwischt wurden ein 28- und ein 39-jähriger Wanderer auf dem Montgó, die am Sonntag noch bei schönsten Sonnenschein auf den Berg gestiegen waren. Sie hatten auf dem Gipfel gezeltet und wegen der schlechten Sicht am Montag Schwierigkeiten beim Abstieg. Auf ihren Notruf hin suchte die Bergrettung der Guardia Civil nach ihnen und fand sie schließlich am  Montag gegen 10.30 Uhr unweit des Parkplatzes. Sie waren bis auf eine Unterkühlung unversehrt.

Der staatliche Wetterdienst Aemet hat wegen Wind und heftigen Wellengangs für Dienstag Alarmstufe Gelb in der Provinz Alicante ausgerufen.

 

 

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