Misshandelt und bestohlen

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Die „Villa Germania“ in Chiclana de la Frontera glich nach Angaben der Polizei einem „Horrorhaus“. Fotos: dpa

Chiclana – mit/dpa. Die Guardia Civil fand drastische Worte für das Bild, das sich Ermittlern in einer Villa in Chiclana bei Cádiz bot: Ein „Horrorhaus“ sei das Seniorendomizil gewesen, twitterte die Polizei empört, nachdem sie zwei Rentner, einen Deutschen und eine Niederländerin, von dort befreit hatte.
„Sie wurden eingesperrt, unter Drogen gesetzt und durch eine Nasensonde ernährt“, hieß es. Es gab sechs Festnahmen. Als Drahtzieher gilt ein deutsch-kubanisches Paar, das jahrelang alte Menschen gepeinigt und bestohlen haben soll. Außerdem wird den mutmaßlichen Tätern Urkundenfälschung und Geldwäsche zur Last gelegt.

In schlimmem Zustand
Aufgeflogen war die in den Medien als „Horrorhaus“ bezeichnete Seniorenresidenz, nachdem die deutsche Polizei ihre spanischen Kollegen bei der Suche nach der 101-jährigen Deutschen Maria B. um Hilfe gebeten hatte. Diese war 2015 alleine von Frankfurt am Main nach Teneriffa gezogen, wo sie ihren Lebensabend verbringen wollte. Den einzigen regelmäßigen Kontakt, den sie nach Deutschland hielt, war jener zur früheren Nachbarin in Frankfurt. Als diese Maria B. nicht mehr erreichen konnte, meldete sie die Auswanderin 2017 als vermisst.

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