Mit Harz und Seele

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Benidorm – cg. Lange bevor sie reinkommen, steht er bereit. Ganz unauffällig wartet er neben der äußersten weißen Linie. Er ist wichtig, dieser Einkaufswagen, denn er trägt die Bälle, welche die Spieler des Balonmano Benidorm gleich für ihr Training brauchen. Harzverklebt, wie es für den Profihandball typisch ist, haben die Bälle Abdrücke auf dem Hallenboden hinterlassen.
Nach Profihandball sieht die Halle aber nicht unbedingt aus. Zwar gibt es Zuschauertribünen auf beiden Seiten des Spielfeldes, alles andere hat jedoch eher den Charme eines kleineren Vereins. Kinder und Jugendliche trainieren auf einem zweiten Spielfeld Basketball, nur eine Reihe beweglicher, weicher Abstandshalter trennt einen Block an Zuschauerbänken vom Rand des Spielfeldes.
Als die Handballspieler die Halle betreten, Schnürsenkel festgebunden und Knieschoner von den Knöcheln zu ihrer designierten Position hochgezogen werden, breitet sich eine angenehme Arbeitsatmosphäre aus. Von sich aus beginnen sie einzeln oder in Kleingruppen routiniert mit dem Aufwärmen. Die Spieler wissen selbst am besten, was sie zum Warmwerden brauchen, sei es joggen mit oder ohne Ball oder das Ausüben verschiedener Sprünge.
Seit 2014 spielt der BM Benidorm in Spaniens erster Liga Asobal. Aktuell belegt der Verein den zehnten von 16 Tabellenplätzen, was eine Verbesserung gegenüber den vergangenen beiden Spielzeiten bedeutet. In der spanischen Handballliga belegt der FC Barcelona Lassa seit inzwischen fast einem Jahrzehnt mit Abstand den ersten Tabellenplatz. „Spannend“, so sagt auch der sportliche Leiter des Balonmano Benidorm, Jaime Alvado Such, „ist deswegen vielmehr der Kampf um die restlichen oberen Tabellenplätze“.

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