Mit Vollgas aus der Asche

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Foto: Ángel García

Elche – sw. Die Augen reiben sich seit einiger Zeit Spaziergänger in Elche, wenn sie ins Schaufenster des Motorradhändlers auf der Avenida de la Libertad schauen. „Eine neue Setter? Die Marke fuhr doch mein Opa.“ Den und ähnliche Gedanken teilen nicht wenige dem Verkäufer mit, nachdem sie den Laden gestürmt haben. Manche fragen: „Kann ich ein Foto mit der Setter machen?“
Kein Wunder. Das letzte, was Elche von seiner Legende auf zwei Rädern gehört hatte, war eine traurige Nachricht. 2015 starb Miguel Santonja, Sohn des Gründers und viele Jahre selbst für Setter verantwortlich. Damals kündigten seine Nachfahren ein Buch über die bewegte Story der Familienmarke an. Dass es noch nicht erschienen ist, liegt daran, dass unerwarteterweise ein neues Kapitel hinzu gekommen ist. Der Titel: „Fenix 125“.
Den Namen trägt das erste neue Modell von Setter seit 40 Jahren. Aus der Asche geholt hat die Marke Miguel Santonjas Neffe, José Sánchez Santonja, dessen Vater ebenfalls viele Jahre für Setter arbeitete. Bei der Motorradmesse „Sobre 2 Ruedas“ auf dem IFA-Gelände zog die neue Maschine im April nicht nur nostalgische Besucher von der spanischen Küste an.

„British style“
Auch Motorradfans aus England oder dem deutschsprachigen Ausland wunderten sich über das klassisch wirkende Modell, dem manche einen „british style“ bescheinigten, oder in ihm sogar eine „kleine Triumph“ sahen. „Neues mit Altem“ kombiniert hätten José Sánchez und Co. beim Entwerfen der neuen Setter, erklärt der neue Firmenchef José Sánchez Santonja.
Was nicht nur aufs Design zutreffe, sondern auch auf die Produktion. „Die Grundelemente, Motor, Elektronik, entstehen in einer Fabrik in China“, sagt Sánchez. „Hier in Elche versehen wir die Maschine mit den Außenelementen.“ Von der Qualität des asiatischen Herstellers habe sich der Setter-Chef persönlich vor Ort überzeugen lassen.

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