Mutmaßliche Dschihadisten verhaftet

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Die Nationalpolizei nahm die Frau in Alicante fest. Foto: CBN-Archiv

Madrid/Alicante – dpa. Spanische Sicherheitskräfte haben am Mittwoch erneut zwei mutmaßliche Dschihadisten festgenommen. In der Provinz Álava im Baskenland sei ein 41-jähriger Marokkaner inhaftiert worden, der zuvor für die Al-Nusra-Front in Syrien gekämpft und nun in Spanien versucht haben soll, neue Mitglieder für die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) anzuwerben, teilte das Innenministerium in Madrid mit. Die Al-Nusra-Front war der syrische Ableger der islamistischen Terrormiliz Al-Qaida. Der Festgenommene soll sich später von der Miliz abgewandt und dem IS verpflichtet haben.

Zudem sei in Alicante an der Costa Blanca eine 36-jährige Spanierin gefasst worden, die ebenfalls mit dem IS zusammengearbeitet habe. Sie habe unter anderem über soziale Netzwerke extremistisches Material verbreitet, darunter auch extrem gewalttätige Videos, hieß es. Offenbar wollte sie mit ihren vier minderjährigen Kindern an die syrisch-irakische Grenze reisen und sich dort dem IS anschließen. Die Polizisten beschlagnahmten in der Wohnung der Frau unter anderem ein Sturmgewehr und zwei Luftgewehre.

Bereits am Dienstag hatte die spanische Polizei auf Gran Canaria einen 33 Jahre alten Marokkaner inhaftiert, der im Namen des IS nach eigenen Angaben „einen großen und Aufsehen erregenden Anschlag verüben“ wollte. Der Mann hatte sich illegal in Spanien aufgehalten und wurde seit 2012 von den Behörden beobachtet. In Bilbao im Norden des Landes war ein weiterer mutmaßlicher Dschihadist gefasst worden, ein 44-Jähriger aus Algerien.

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