Nach der Sonne die Flut

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Der Regen stürzte Alicante ins Chaos. Fotos: dpa

Alicante – ms/sk/sw. Nach einem sommerlichen Gastspiel ist am Montag der Winter wieder an die Costa Blanca mit Schneefällen, heftigen Windböen von bis zu 90 Stundenkilometern und sintflutartigen Regenfällen zurückgekehrt. Am schlimmsten traf es Alicante und die Playa de San Juan. Dort gingen binnen 24 Stunden 150 Liter pro Quadratmeter nieder – so viel wie sonst in einem halben Jahr und wie in den vergangenen 80 Jahren gerade dreimal.
Da die Hälfte dieser Menge in gerademal zwei Stunden vom Himmel kam, verwandelten sich die Zufahrtsstraßen wie die Avenida de Dénia oder die Straßen in Playa de San Juan in Flüsse. Einigen Autos stand das Wasser bis zum Seitenfenster, Polizei und Feuerwehr schoben Sonderschichten, es herrschte Chaos. Allein die Feuerwehr in Alicante musste zu 300 Einsätzen ausrücken, unter anderem, um Wasser aus dem Bereich des Hospital Sant Joan d’Alacant abzupumpen. Einige Schulen konnten am Dienstag keinen Unterricht durchführen.
Die Guardia Civil musste in San Vicente zwei Personen vom Dach ihres Autos retten. In Orxeta mussten sieben Personen aus Wohnungen evakuiert werden. Eine dramatische Rettungsaktion wickelten die Polizisten am Serpis-Fluss bei Cocentaina ab. Der Mann räumte die Straßensperrungen zur Seite und befuhr einen überschwemmten Weg. Dort erfassten die Wassermassen sein Auto, rissen es mit ihm in den Serpis-Fluss, wo es unterzugehen drohte. Die Guardia Civil und die Feuerwehr konnten den 67-Jährigen vor dem Ertrinken retten.

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