Ohnmacht und Wut

Noch nicht alle der 3.500 Betroffenen der verheerenden Waldbrände kehren in ihr Haus zurück

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Ein Bild des Jammers: Die Flammen kamen bis an die Wohnhäuser heran. Foto: Andrea Beckmann

Gandía/Llutxent – ab. Die Nerven liegen blank, und der Schreck sitzt noch immer tief. Die Bewohner, die in den Gebieten um Gandía und Llutxent von einem der verheerendsten Waldbrände in diesem Jahr in Spanien bedroht waren, werden die Tage, in denen sie um ihr Hab und Gut bangten, nicht vergessen. 3.200 Hektar Natur waren in Flammen aufgegangen, 40 Häuser wurden stark beschädigt und zehn völlig zerstört.
Wie ohnmächtig sich die Anwohner auch noch Tage nach der Brandkatastrophe fühlen, wurde am Dienstag bei einem Besuch des Verkehrsministers José Luis Ábalos deutlich. Mit Gandías Bürgermeisterin Diana Morant verschaffte sich der Regierungsvertreter einen Überblick über die Ausmaße in einem der am meisten betroffenen Gebiete, dem zu Gandía gehörenden Naturpark Marxuquera.
Der Minister wurde nicht nur von Pressevertretern empfangen, sondern auch von wütenden Betroffenen, die die Koordination während des Feuers als „erbärmlich und desaströs“ bezeichneten. Eine Anwohnerin ging wütend auf Ábalos zu und rief: „Sieh mir in die Augen und versichere uns, dass die Gegend zum Katastrophengebiet erklärt wird.“

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