Parkverbot für Camper beschlossen

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Bislang füllen sich Calps Straßen im Winter für gewöhnlich mit Wohnmobilen. Foto: Ángel García

Calp – ms. Das nächtliche Parkverbot für Wohnmobile in Calp ist beschlossene Sache. In seiner Oktober-Sitzung hat der Calper Stadtrat am vergangenen Freitag die lange geplante Neuregelung endgültig verabschiedet. Die Opposition stimmte dagegen.
Damit dürfen Wohnmobile im Winter nur noch von 9 bis 20 Uhr und im Sommer von 9 bis 21 Uhr auf Calps öffentlichen Straßen geparkt werden. Nachts müssen sie einen Campingplatz aufsuchen oder die Stadt verlassen. „Wir wollen sehr wohl, dass Camper nach Calp kommen, was wir nicht wollen, ist, dass sie Straßen blockieren und Parkplätze belegen“, sagte Bürgermeister César Sánchez (PP).

Nicht durchdacht
„Für nicht ganz durchdacht“, hält die Opposition die Änderung der Gemeindeverordnung. Compromís-Stadtrat Carlos Ortín erklärte, er habe mit dem Präsidenten der Valencianischen Wohnmobilvereinigung (Acav), Ángel Simó Abad, gesprochen. Dieser habe angekündigt, auf der Internetseite und im E-Mail-Newsletter der Vereinigung erneut Stimmung gegen die Regelung in Calp zu machen. „Der Verband hat 44.000 Empfänger in seinem Verteiler“, sagte Ortín, „ich würde gerne vermeiden, dass Calp unter dieser Kampagne leidet, deshalb stimmen wir dagegen“.

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3 KOMMENTARE

  1. Toller Ansatz, aber Leider nicht weiter Gedacht.
    Es ist schon eine gute Sache wenn man sich dem Problem mit den Wohnmobilen in Calpe annimmt, aber im gleichen Atemzug seine Inkompetenz darstellt.
    Auch am Tag sollten diese nicht einfach alles dicht Parken.
    Mit einem schlüssigem Konzept welches Abstellflächen für Wohnmobile auch Tagsüber ausweisen würde, damit die Wohnmobilisten nicht den knappen Parkraum rund um die Strände und nahe der Stadt Zuparken, hätte man hier wohl für mehr Transparenz für diese Zielgruppe gesorgt.
    Was soll denn ein Nutzer von einem solchen Gefährt machen, wenn er die Strände und die Stadt Tagsüber besuchen möchte und denn mit seinem Fahrzeug wie so oft zu sehen ist einfach Irgendwo hinstellt.
    Bei den freien Flächen nähe der Slaina oder in nähe zum Zentrum, könnte man doch sicher Parkraum für diese schaffen.
    Hier kann denn auch Sicherlich eine Parkgebühr erhoben werden, die diese Maßnahmen Refinanzieren.
    Jeder PKW Fahrer muss ja auch in Calpe die Parkuhren Füttern, oder bei den Privaten Betreibern ein Ticket ziehen und nach Zeit bezahlen.
    Lassen sie sich bitte nicht von dem Geheul der Wohmobilisten und seiner Lobby einlullen !!

  2. Leider schießt diese Maßnahme über das Ziel hinaus.
    In allen mir bekannten ländern ist das Übernachten in Kfz. (also auch in Wohnmobilen)
    auf öffentlichen Straßen rechtens. Es darf nur nicht gecampt werden.
    Ordnungsgemäß zugelassenen Kfz. ist jederzeit der Zugang zu allen
    öffentlichen Straßen zu gewährleisten.
    Die Maßnahme des Calper Stadtrats erscheint mir deshalb rechtswidrig.

  3. Es geht auch um die Stadtbewohner die ein Wohnmobil besitzen und es ordentlich zugelassen Parken dürfen. Die Polizei hat die Möglichkeit anhand einer Kennzeichenabfrage zu ermitteln, wer der Besitzer eines Wohnmobiles ist und ob er berechtigt dort parkt oder nicht. In Deutschland haben viele Kommunen ein Gelände für das Abstellen ausgewiesen und verlangen eine durchaus angemessene Gebühr dafür. Die Kommune sollte sich etwas flexibler anstellen und nicht so bequem verhalten und einfach etwas verbieten, das rechtlich eigentlich zweifelhaft ist.

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