Schäden noch nicht abzuschätzen

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Innenminister Fernando Grande-Marlaska (vorne) und Landesministerpräsident Ximo Puig (4.v.l.) bei der Krisensitzung in Orihuela. Foto: GVA

Orihuela – ann. Noch immer hat sich das Wetter nicht ganz beruhigt, aber es scheint nun endgültig das letzte Aufbäumen der sogenannten Dana zu sein, die Überschwemmungen und Zerstörung über den Südosten Spaniens gebracht hat. Die Unwetter haben in den vergangenen drei Tagen insgesamt fünf Todesopfer gefordert: Bereits am Donnerstag ertranken zwei Brüder in Caudete (Provinz Albacete), am Freitag kamen zwei Männer in Granada und Almería in den Wassermassen um, und am Abend wurde die Leiche eines 58-Jährigen aus Redóvan gefunden, der seit dem Mittag vermisst worden war.

Noch lassen sich die Sachschäden überhaupt nicht abschätzen. Valencias Ministerpräsident Ximo Puig und Innenminister Fernando Grande-Marlaska (letztendlich reiste er ins Katastrophengebiet, und nicht wie zunächst angekündigt der amtierende Regierungschef Pedro Sánchez) kamen am Freitag zu einer Krisensitzung in Orihuela zusammen und versuchten sich ein erstes Bild von der Lage und den Schäden zu machen.

„Das Wichtigste und Wesentlichste ist nun erst einmal die Sicherheit der Menschen“, sagte Puig. Sobald die Unwetter vorbei seien, werde die Landesregierung die wirtschaftlichen Schäden kalkulieren und die notwendigen Maßnahmen für die „Wiederherstellung, Repaturen und Normalisierung“ ergreifen. „Wir werden die wirtschaftlichen Folgen, die sehr heftig sein werden, lindern und die Infrastrukturen reparieren“, meinte der Landesministerpräsident. In vielen Jahren habe man in der Comunidad Valenciana kein Unwetter solchen Ausmaßes erlebt, sagte Puig.

Er habe sowohl mit König Felipe VI. als auch Ministerpräsident Pedro Sánchez telefoniert, die sich über die Entwicklungen informieren wollten. Auch mit Präsidenten anderer Regionen sowie den Führern weiterer Parteien habe er gesprochen. PP-Chef Pablo Casado stattete Ontinyent einen Besuch ab, Albert Rivera, Parteichef von Ciudadanos) kam nach Murcia.

Ximo Puig dankte speziell der Feuerwehr des Landes Valencia für ihre Arbeit sowie „allen Sicherheitskräften des Staates und des Militärs“, das die Sondereinheit UME ins Krisengebiet entsandt hatte.

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1 KOMMENTAR

  1. Ja man haette Rechtzeitig bei den vielen Ueberbauungen,Sicherheitsmassnahmen mit einbeziehen muessen,z.B.mit vielen riesengrossen Drenagen,die das Wasser ins Meer leiten wuerden.Die Einsicht kommt nun zu spaet.Es wird weiter gebaut und weitere Urbanisationen entstehen.

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