Schlüssel zu Essen und Wissen

0
323
Einer der Archäologen bei der Bergung von Krug und Schlüssel. Foto: José Antonio Moya

Villajoyosa – ann. Ein Krug, an dem ein verkrustetes Etwas klebte, landete nach der jüngsten Ausgrabungskampagne am römischen Wrack Bou Ferrer auf dem Tisch des archäologischen Labors im Vilamuseu. Auf was sich Muschel- und Schneckentiere da abgelagert hatten, war den Forschern in Villajoyosa ein Rätsel. Das fest am Krug sitzende Ding mit der dicken Kalkschicht wurde also mit zwei feinen Schnitten abgetrennt und zur Röntgenuntersuchung in die Arztpraxis La Creueta in Villajoyosa gebracht, die den verkrusteten Fund aus dem Meer für die Wissenschaft durchleuchtete.
Eisen fast komplett zerfressen
Das Röntgenbild zeigte eindeutig die Umrisse eines Schlüssels, der nach den Erkenntnissen der Archäologen die Tür zur Speisekammer des römischen Schiffes geöffnet haben musste, das zwischen 66 und 68 nach Christus vor der Küste Villajoyosas sank. Die Aufnahme offenbarte aber auch, dass die Dichte des Eisens äußerst niedrig, der Schlüssel also praktisch komplett zerfressen war. Nur zwei bis drei Millimeter Metall sind noch übrig – das sei nicht viel, aber genug, um zu versuchen, das Objekt für die Nachwelt zu erhalten.

Mehr in der Printausgabe

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.