SOS vor der Küste Libyens

0
237
Helfer der Rettungsorganisation Open Arms nähern sich der „Nuestra Madre del Loreto“. Foto: dpa

Santa Pola – sw. Seit einer Woche befindet sich das Fischerboot „Nuestra Madre del Loreto“ aus Santa Pola auf dem Mittelmeer in einer dramatischen Lage. An Bord sind gemeinsam mit der 13-köpfigen Mannschaft zwölf Menschen aus mehreren Ländern Afrikas, die die Fischer am 22. November aus dem Meer geholt haben. Seitdem versucht das Boot verzweifelt, einen Hafen in Europa anzusteuern, um dort die Migranten abzusetzen.
Malta und Italien lehnten dies bereits ab. Die spanische Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez (PSOE) verhandelt nun mit Libyen, wie die Afrikaner dorthin zurückgebracht werden könnten. Noch im Juni hatte Sánchez, sozusagen als erste Amtshandlung, das Boot „Aquarius“ mit 630 Migranten an Bord, nach Spanien gelassen. Nun ist die Kapazität für die Aufnahme offenbar ausgelastet.
Verzweifelte Töne dringen indes vom Boot in die Medien. Laut Kapitän Pascual Durá gehen der Besatzung, die nur Zutaten für den Weihnachtsteller fischen wollte, die Vorräte aus. Auch die Gäste an Bord würden immer nervöser und würden „lieber sterben als nach Libyen zurückzukehren“.

Mehr in der Printausgabe

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.