„Straßenkampf“ in der Vega Baja

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Orihuela und Rafal streiten um Straßenmarkierungen. Foto: CBN

Orihuela/Rafal – sk. Ein leidenschaftlicher Wahlkampf wird in Orihuela und Rafal geführt. Im Vorfeld der Kommunalwahlen am 26. Mai wird dort scheinbar um die Gunst der Straße “gekämpft” – im wahrsten Sinne des Wortes. Die beiden Rivalen, die amtierenden Bürgermeister Manuel Pineda (PSOE) aus Rafal und Emilio Bascuñana (PP), ringen in den Straßen Dan Fadrique in Orihuela und Infanta Elena in Rafal um nichts weniger als um ihr Gemeindegebiet. Manuel Pineda stand mit dem Farbeimer in der Hand der pretorianischen Garde aus Orihuela in Gestalt von acht Beamten der Policia Local gegenüber und machte sich daran, mit schwarzer Farbe die von Orihuela zuvor weiß gestrichene Straßenmarkierung zu übermalen, die teilweise dem Gemeindegebiet von Rafal zugehörig scheint. Diese “territoriale Usurpation” – so Pineda – von Seiten der flächenmäßig größten Gemeinde der Provinz Alicante, verletze die Souveränität Rafals, das von dem Riesen nicht weniger umzingelt ist als einst das Dorf von Asterix und Obelix von den Römern. Während der Zwerg Rafal einen Gehweg samt der Fahrbahn der Calle Infanta Elena für sich beansprucht, beharrt Orihuela auf dem Grenzverlauf inmitten der Straße. Anstoss für das postkoloniale Säbelrasseln gab Orihuelas Bürgermeister Bascuñana, der die Straßenmarkierung verbessern wollte – laut Pineda begründet in dem Versuch, das desaströse Wahlergebnis der PP bei der Parlamentswahl zu “übertünchen”.

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