Super-Domingo: Wahltag in Spanien

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Regierungs- und PSOE-Chef Pedro Sánchez hat bereits am Morgen in Pozuelo de Alarcón abgestimmt. Foto: EFE

Madrid – mar. In Spanien sind, vier Wochen nach den Wahlen zum nationalen Parlament, wieder die Wahllokale geöffnet. Dazu die wichtigsten Zahlen und Fakten:

Gewählt werden im Rahmen der EU-Wahl die 54 spanischen Abgeordneten für das Europäische Parlament, aus denen noch 59 werden können, wenn Großbritannien den Brexit irgendwann über die Bühne bekommen sollte. Dann würden nämlich die britischen Mandate auf die anderen 27 Mitgliedsländer aufgeteilt. Prognosen sehen auch hier die PSOE vorn, Vox wird erstmals Abgeordnete nach Brüssel schicken.

Gleichzeitig finden in Spanien die Kommunalwahlen statt, hier wird die Zusammensetzung von 8.131 Rathäusern ermittelt, also auch bestimmt, wer in Ihrem Ort bis 2023 das Sagen haben wird. Medial werden natürlich mit besonderer Spannung die drei großen Metropolen beobachtet: Madrid, Barcelona, Valencia, die derzeit alle von Parteien aus dem linken Spektrum regiert werden.
Überraschungspotential gibt es aber auch von Calpe bis Torrevieja, von Cartagena bis Almería und Málaga bis Marbella. Insgesamt sind 67.319 Stadt- bzw. Gemeinderatsmandate zu vergeben.

Außerdem werden in zwölf Autonomen Regionen (allen außer Galicia, País Vasco, Cataluña, Andalucía und Comunidad Valenciana) die Landtage neu gewählt, außerdem auf den Balearen und den Kanaren diverse Regional- und Inselräte, was in einigen Regionen dazu führt, dass die Wähler bis zu fünf verschiedene Wahlurnen bestücken müssen. Beantwortet wird unter anderem die Frage, ob die PP-Hochburg Murcia im Sog der kürzlichen krachenden Niederlage von Parteichef Casado auf nationaler Ebene auch fallen wird.

Während für die Landtagswahlen 35,28 Millionen Spanier wahlberechtigt sind, können bei den EU- und Kommunalwahlen 37,2 Millionen abstimmen, nämlich auch jene EU-Ausländer und Ausländer aus Ländern mit denen es besondere Abkommen gibt, die zudem natürlich ordentlich gemeldet und ins Wahlregister eingetragen sind. Fast die Hälfte der wahlberechtigten Ausländer in Spanien sind Rumänen und Briten.

Rund 97.000 Sicherheitskräfte stellen den sicheren Ablauf sicher, rund 70.000 Wahlhelfer sind bei der Auszählung dabei. Landesweit gibt es 23.194 Wahllokale, die bis 20 Uhr geöffnet sein werden. Dann werden auch erste Prognosen, basierend auf Nachwahlbefragungen, publiziert.

Allerdings wird es bis in die Nacht dauern, bis belastbare Ergebnisse für die Kommunal- und Landtagswahlen auf Grundlage von tatsächlichen Auszählungen vorliegen werden, denn laut Wahlgesetz werden zuerst die EU-Wahlen ausgezählt, danach die kommunalen und erst dann die regionalen Wahlzettel. Da das letzte Wahllokal in der EU um 23 Uhr schließt (Italien), gibt es erst danach amtliche Ergebnisse.

Ergebnisse und verlässliche Trends publiziert die CBN zeitnah (ab ca. 20 Uhr) im Web und auf ihrer Facebook-Seite.

 

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