Turbulenter Stabwechsel

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In Teulada lenkt mit Rosa Vila von Compromís nun erstmals eine Frau die Geschicke.

Alicante – at/ann/ab/se/ms. Während in vielen Rathäusern die Amtseinführung der Stadträte und gleichzeitige Wahl der Bürgermeister am Samstag nur noch Formsache war, führte die Investitur andernorts zu heller Aufregung. Eine echte Überraschung erlebte Teulada-Moraira, wo nach vier Jahrzehnten erstmals die Linke regiert. Dass dann am Dienstag Teuladas Ex-Alcalde José Císcar die Reißleine zog und auf seinen PP-Provinzvorsitz verzichtete, darf als direkte Reaktion auf das Wahlergebnis seiner Volkspartei in der Region gedeutet werden (siehe Regionales, S. 27).
Für Teulada-Moraira war der vergangene Samstag ein historischer Tag. Nach 40 Jahren nimmt in der Gemeinde mit Compromís erstmals eine linke Regierungspartei das Zepter in die Hand, die darüber hinaus auch noch erstmals eine Frau, Rosa Vila, als Bürgermeisterin stellt. Ein Erfolg, für den Compromís (vier Sitze) allerdings nicht die zu erwartende Unterstützung der PSOE (drei Sitze) gereicht hätte. Die PP, die bei der Kommunalwahl zwar keine absolute Mehrheit mehr gewonnen, aber mit sieben Sitzen nach wie vor die meisten Stimmen erhalten hatte, hätten die beiden linken Parteien allein nicht überstimmen können.
Zünglein an der Waage war also Ciudadanos (zwei Sitze). Für wen die „Orangenen“, die von ihrer Parteispitze die Anweisung erhalten hatten, die PP zu favorisieren und auf keinen Fall mit Compromís zu paktieren, stimmen würden, war bis zum Schluss unklar – hatte Teuladas Spitzenkandidat Adrián Ruiz sich doch mehrfach für einen Wechsel in Teulada ausgesprochen.

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