Unsere Minister

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València – sk. Die Regierung Sánchez wird als intelligent, modern, weiblich und valencianisch bezeichnet. All das mag stimmen, doch die einzelnen Kabinettsmitglieder sitzen dort nicht wegen ihres Geschlechts oder ihrer Herkunft, sondern ob ihrer Qualifikation. Von „poder valenciano“ kann angesichts des Zuschnitts der Ministerien nur bedingt die Rede sein, die Sánchez in keinster Weise mit der Regierung von Ximo Puig am Turia abstimmte. Vielmehr ließ „Mr. Handsome“, wie die englische Presse ihn gerne hänselt, mit einem wohlüberlegten, aber dennoch nicht gänzlich geglückten Handstrich die Regierung Rajoy wahrlich alt aussehen.
Als eine Schlüsselfigur in Sánchez’ Kabinett gilt José Luis Ábalos. Der Verkehrsminister und vielleicht engste Vertraute von Ministerpräsident Pedro Sánchez hat auf seinem Schreibtisch den fünf Milliarden Euro schweren PIC-Plan zur Modernisierung des Straßennetzes liegen. Zudem muss der Abgeordnete aus Torrente entscheiden, wie mit den Mautautobahnen verfahren wird. 2019 laufen die ersten Konzessionen aus, und die Valencianer fordern seit Jahren freie Fahrt auf der Mittelmeerautobahn. Mal sehen, ob er seinen Landsleuten Gehör schenkt.
Desweiteren muss der Ausbau der AVE-Strecke entlang des Mittelmeers vorangetrieben werden, wenn die Trasse bis 2023 fertig werden soll. Ob die Regierung in Valencia einen Stein im Brett bei ihm hat, muss allerdings bezweifelt werden. Gut konnten Ximo Puig und José Luis Ábalos nie miteinander, und Puigs Flirt mit der andalusischen Ministerpräsidentin und Sánchez-Rivalin Susana Díaz haben die Beziehungen nicht verbessert. Allerdings will Ábalos die öffentlichen Baumaßnahmen stärken. Diesbezüglich herrscht in der Region an allen Ecken und Enden Nachholbedarf. Daher könnte Sánchez’ rechte Hand sich wohl als glücklich für Valencia entpuppen.

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