Vega Baja ist Katastrophengebiet

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Foto Ángel García

Orihuela – ms. Am Freitag kam die lang erwartete Reaktion der spanischen Regierung auf die verheerenden Folgen der Gota fría, die die Küste von 11. bis 14. September heimgesucht hatte: Wie Regierungssprecherin Isabel Celaá mitteilte, habe die Regierung entschieden, die Vega Baja zum Katastrophengebiet zu erklären. Insgesamt macht Madrid per Dekret 774 Millionen Euro für 20 Provinzen locker, die seit 1. April von verschiedenen Naturkatastrophen – darunter auch Waldbrände – heimgesucht worden waren. Wie viel davon tatsächlich für die Vega Baja abfällt, ist bislang unklar.

Kritik kam aus der Landwirtschaft und von der oppositionellen PP: Angesichts der allein in der Vega Baja entstandenen Schäden in Höhe von 1,5 Milliarden Euro seien die angekündigten Hilfen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Unklar ist außerdem, wie schnell die Hilfe tatsächlich bei einzelnen Privatpersonen ankommt.

Beispielsweise auf Mallorca, wo vor rund einem Jahr eine Gota fría schwere Schäden anrichtete und das Gebiet im Anschluss ebenfalls zum Katastrophengebiet erklärt wurde, warten die Menschen zum Teil immer noch auf die versprochenen staatlichen Hilfen. Für Betroffene ist die Erklärung zur Katastrophenzone deshalb so wichtig, weil sie auch finanzielle Hilfen für diejenigen ermöglicht, die nicht entsprechend versichert waren.

Anfang Oktober will das Königspaar Orihuela besuchen.

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