Von Seeleuten und Kapitalisten

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Solidarisches Räderwerk: Ortiz war in der Menschenmenge, die am Freitag für ihre Fischer demonstrierte. Foto: Stefan Wieczorek

Santa Pola – sw. Mit Sorge blickte Santa Pola in diesen Tagen zum Meer und fieberte mit der Besatzung der „Nuestra Madre Loreto“ mit. Das Fischerboot geriet in eine politische Affäre, weil es zwölf Migranten aus dem Meer gefischt hatte. Tagelang durfte es nicht in Europa anlegen. Erst als es gegen den Willen der Politik Santa Pola ansteuerte, erhielt das Boot grünes Licht, um die Afrikaner nach Malta bringen zu lassen. Über das Drama und seine Folgen sprach die CBN mit Integrationsstadtrat Samuel Ortiz (Linke, Izquierda Unida).

CBN: Wie beurteilen Sie den Ausgang der Geschichte?
Samuel Ortiz: Einerseits zeigt das Geschehene das Scheitern der Migrationspolitik der Europäischen Union in der Krise der erzwungenen Migrationen, wie auch die irrige Politik der Zentralregierung, die meinte, dass Libyen ein sicheres Land zum Anlegen wäre. Damit war hier bei uns keine Partei einverstanden. Alle unterstützten die Fischer und ihre Familien. Allen war klar, dass Libyen keine Lösung war.

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