Wallfahrt legt Alicante lahm

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Tausende Pilger folgen am Donnerstag in Alicante der Reliquie Santa Faz ins gleichnamige Kloster. Foto: Ángel García

Alicante – ann. Tausende Pilger machen sich diesen Donnerstag, 2. Mai, in Alicante wieder auf die Wallfahrt zum Kloster Santa Faz. Die Romería beginnt um 8 Uhr an der Kirche San Nicolás, wo das Erzbistum Alicante-Orihuela 10.000 Bambusstöcke mit Rosmarinzweigen an die Pilger verteilen lässt. An der Spitze läuft der Erzbischof mit der Reliquie – dem Tuch, mit dem der Legende nach die heilige Veronika das Antlitz Jesu auf dem Kreuzweg trocknete.

Die Wallfahrt führt dann über die Straßen Miguel Soler, San Nicolás, Mayor, Plaza Santísima Faz, Villavieja und Virgen del Socorro bis zur Hauptstraße Avenida de Dénia (N-332/340), die aus diesem Grund am 2. Mai bereits ab 4 Uhr morgens und bis Mitternacht für den Verkehr gesperrt ist. Auch die Straßen rund ums Kloster Santa Faz sind gesperrt, bis die Romería beendet ist.

Die Pilger werden begleitet von traditioneller valencianischer Musik sowie den Fiestafiguren Nanos i Gegans. Die ebenfalls traditionellen Saufgelage jugendlicher Teilnehmer will die Stadt in diesem Jahr mit einem verstärkten Polizeiaufgebot und Überwachung mit einer Drohne aus der Luft komplett verhindern.

Nach der Romería del Rocío in Andalusien ist die Santa Faz die Wallfahrt mit den meisten Teilnehmern in Spanien. Erinnert wird immer am zweiten Donnerstag nach Ostern an das Wunder der Tränen, das sich am 17. März 1489 ereignet haben soll. Dabei sollen während einer schlimmen Dürrezeit Tränen auf der Reliquie entdeckt worden sein, kurz darauf setzte der erlösende Regen ein.

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