Witwe von Ex-CAM-Präsident in Alicante erschossen

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Der Porsche Cayenne, in dem María del Carmen Martínez erschossen wurde. Foto: EFE

Alicante – tl. Die Witwe des ehemaligen Präsidenten der Sparkasse CAM, María del Carmen Martínez, ist am Freitagabend in Alicante mit zwei Schüssen in den Kopf getötet worden. Die 72-Jährige befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Gelände des familieneigenen Autohauses, um ihren Wagen, einen Porsche Cayenne, abzuholen. Wie es heißt, hatten die Angestellten nichts beobachtet und hatten auch keine Schüsse gehört. Die Polizei geht nach Medienberichten nicht von einem Raubmord aus, da weder Geldbörse noch andere Wertgegenstände fehlten.

Wie die Zeitung „Información“ am Sonntag berichtet, gehen die Ermittler davon aus, dass die Frau Opfer eines Auftragsmords wurde. Über das Motiv besteht allerdings noch keine Klarheit. Die Zeitung „El Mundo“ zitiert unterdessen aus Ermittlerkreisen, dass wohl wirtschaftliche Gründe hinter der Tat stecken würden. Die Polizei, so die Zeitung, werde das nahe familiäre Umfeld der Toten unter die Lupe nehmen. Befragungen habe es aber noch nicht gegeben.

María del Carmen Martínez gehörte einer der reichsten Familien Alicantes an. Ihr Mann Vicente Sala stand bis 2009 an der Spitze der Sparkasse CAM und musste mit Erreichen der Altersgrenze von 70 Jahren aus dem Amt scheiden. Sein Nachfolger war Modesto Crespo, unter dessen Führung die CAM dann in die Pleite rutschte. Im Juli 2011 wurde die traditionsreiche Caja verstaatlicht und mit 2,8 Milliarden Euro gerettet. Vicente Sala hatte den Niedergang der CAM noch miterlebt, starb aber kurz nach der Verstaatlichung im August 2011 im Alter von 72 Jahren.

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