Wohin mit dem strahlenden Erbe?

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Industrieabfälle am Hondón in den Farben des Periodensystems der Elemente. Foto: Greenpeace

Cartagena – mar. Die spanische Atombehörde CSN hat in der Vorwoche erstmals radiaoktiv belastete Grundstücke erfasst und publiziert. Betroffen sind in unterschiedlich starkem Ausmaß der Kontamination mit Uran- oder Plutoniumisotopen: Río Jarama bei Madrid, der Ebro-Stausee Flix bei Tarragona, 1.200 Hektar am Río Tinto in der Provinz Huelva, 40 Hektar bei Cuevas de Almanzora in Almería sowie 108 Hektar der Gegend von Hondón auf dem Stadtgebiet von Cartagena. Laut CSN bestehe in keinem der Gebiete eine „bedenkliche“ Verstrahlung und auch keine Gefahr für die Bevölkerung.
Ein Physiker der Universidad Politécnica de Cartagena Ángel Faz sieht die Sache etwas kritischer. Zwar freut er sich, genauso wie Greenpeace und andere Umweltgruppen, darüber, dass die CSN einen Schritt in Richtung Transparenz gemacht habe, vermisst aber einen Maßnahmenplan und das Bekenntnis zur staatlichen Verantwortung für die Beseitigung der meist durch aufgegebene Produktionsstätten und wilde Müllhalden angesammelten Strahlenreste.

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