Photovoltaik kommt in der Provinz Alicante ganz groß raus. Foto: Pixabay

Alicante im Mittelpunkt grüner Energie

Provinz Alicante - ds. Mit der Aufhebung der "Sonnensteuer" im Oktober 2018, rückt...

Provinz Alicante - ds. Mit der Aufhebung der "Sonnensteuer" im Oktober 2018, rückt die Provinz Alicante in den Mittelpunkt des Sektors der erneuerbaren Energien. Zahlreiche nationale und internationale Unternehmen haben derweilen 18 Anträge für die Errichtung von Photovoltaikanlagen in der Provinz gestellt. Verlockend sind die niedrigen Preise für landwirtschaftliche Flächen sowie technische Studien. Besonders in den Bezirken Alto und Medio Vinalopó ist ein "Boom" zu verzeichnen. Stadtverwaltungen zeigen daher ein wachsendes Interesse an der grünen Energie, vor allem, weil die geplanten Investitionen eine sehr wichtige Finanzspritze für die Gemeindekassen darstellen. Hinzukommt, dass Neo-Ökologie gerade im Trend ist und diese Form der Energiegewinnung als sauber, billig und nachhaltig bezeichnet wird. Monóvar ist eines der Gebiete, wo große Unternehmen der Branche beginnen "Fuß zu fassen". Das erste Photovoltaikanlagenprojekt, das installiert werden soll, hat bereits gute Vorberichte. "Keinerlei Bedenken", verkündete das Ministerium für "Landwirtschaft, ländliche Entwicklung, Klimakatastrophe und ökologischen Übergang". Vorgesehen ist der Bau einer Photovoltaikanlage mit 4,85 Megawatt (MW) durch das Handelsunternehmen Meirejo Solar. Die Anlage würde 65.000 Quadratmeter unbebautes Land auf einem 132.463 Quadratmeter großen Grundstück im Collado de Novelda in Anspruch nehmen. Der zweite Projektvorschlag ist ein Megawerk der Green Capital Power Group auf einer Fläche von 600 Hektar, im Gebiet Hondón-Mayorazgos-carretera de Salinas, zur Erzeugung von 270 Megawatt an Energieleistung. Zur Zeit wird der Antrag noch vom Ministerium bearbeitet. Die Investition beläuft sich auf fast 120 Millionen Euro. Falls das Projekt zustande kommt, wäre es eine der größten bisher in Spanien gebauten Photovoltaikanlagen. In der Nachbargemeinde Elda plant eine Gruppe chinesischer Investoren ebenfalls eine 500 Hektar große Megaplantage mit einer Kapazität von 150 Megawatt im Gebiet um Salinas. Es handelt sich um das gleiche Unternehmen, das eine weitere Installation durchführen möchte, die 1.500 Hektar zwischen Villena und Salinas umfassen würde. Ein Komplex, der das geschützte Gebiet der Sierra de Salinas betreffen würde, weshalb die Naturschutzorganisation Ecologistas en Acción begonnen hat, Klagen vorzubereiten. Die Gemeinde mit den meisten Petitionen ist im Moment Novelda. Genau genommen sind es sieben. Ein einziges Unternehmen, Univergy, plant den Bau von vier Solarparks mit einer Gesamtfläche von 202.700 Quadratmetern und einer Leistung von 14,71 Megawatt. In Salinetes werden 51.000 Quadratmeter für diesen Zweck bereitgestellt, um 4,40 Megawatt  zu bekommen; in Fuentes del Río 65.000 Quadratmeter mit 4,99 Megawatt; in El Campet 26.700 Quadratmeter mit 2,19 Megawatt und in Betíes 60.000 Quadratmeter mit 3,13 Megawatt. In den letzten Monaten hat auch das Konsistorium von Aspe vier Anträge auf Genehmigung von Solaranlagen zwischen drei und fünf Megwatt in Ofra und Borisa erhalten. Im Alto Vinalopó wird das Dorf Sax seine erste Photovoltaikanlage in der Gegend von La Cofradía errichten. Im zweiten Halbjahr 2020 plant die Firma Voltien mit der Stromerzeugung zu beginnen. Eine Produktion von 7.621.237 MWh/Jahr soll erreicht werden. Mit dieser Menge könnte der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch von 5.600 Einwohnern gedeckt werden. Der Bezirk Alto Vinalopó betreibt seit 2007 den bisher größten Photovoltaikpark der Region Valencia. Über 100.000 Solarmodule auf 418.515 Quadratmetern produzieren 30 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Im Januar 2019 genehmigte der Consell die Inbetriebnahme einer Solaranlage in Xixona, die das Ganze noch übertreffen wird. Die Investition beläuft sich auf 40 Millionen Euro, kann 25.000 Haushalte versorgen und befindet sich derzeit im Bau. In Crevillent gibt es eine 250.000-Quadratmeter-Anlage, die bereits seit Jahren ins Netz speist und in Monforte zwei: Walaig, 37.000 Quadratmeter mit 1,79 Megawatt und Las Norias, 10.000 Quadratmeter mit 600 Kilowatt (kW) - zwei weitere mit 2,1 Megawatt sind  geplant. Die Sonne ist in Mode gekommen.

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