Naturschutz in Altea

Alteas idyllische Soio-Bucht: Umweltschutz geht weiter

  • vonStella Kirchner
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Altea hat es geschafft! Die idyllische Bucht Cala del Soio bei Cap Negret aus Vulkangestein ist Naturerbe. Umweltschützer protestierten lange gegen Bauarbeiten. 

Altea – Die Cala del Soio bei Cap Negret in Altea hat eine lange Geschichte hinter sich: Die schwarzen Steine, auf der Badegäste ihr Handtuch ausbreiten, spazieren gehen oder auch mal den ein oder anderen glitzernden Mineralsplitter einsammeln, ist in Wirklichkeit ein 225 Millionen Jahre alter Vulkan. Beinahe genauso lange scheint sich auch schon der Konflikt zwischen der Gemeinde und dem Sportclub-Betreiber der Bucht hinzuziehen. Erst im Februar demonstrierten Umweltschützer aus der Gegend sowie alle im Stadtrat vertretenen Parteien gegen das Vorhaben.

AlteaStadt in Spanien
Höhe61 m
Fläche34,43 km²
Provinz Provinz Alicante

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Mit der Entscheidung des valencianischen Umweltamts, die Cala zum „Monumento Natural“ zu erklären und damit unter Schutz zu stellen, glaubt die Stadt, der Lösung ein großes Stück näher gekommen zu sein. „Offiziell werden wir den Titel wahrscheinlich erst in einigen Monaten erhalten, dafür müssen noch ein Sachbearbeiter-Gremium und der valencianische Kongress zustimmen“, erklärt Umweltstadtrat José Orozco (Compromís), der noch in der vergangenen Woche von einem „Sieg des Umweltschutzes“ an der Cala del Soio gesprochen hatte, nun deutlich vorsichtiger.

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Das sofortige Ende der kommerziellen Nutzung der Soio-Bucht leitet ein möglicher Beschluss der Landesregierung in Valencia aber trotzdem nicht ein. Denn bis einschließlich 2023 darf die Firma ihre Geschäfte in der kleinen Bucht in Altea machen, für dieses Recht hat sich die Firma sogar bis zu Spaniens Oberstem Gerichtshof (TS) geklagt. Dieser entschied auf Grundlage eines Papiers der valencianischen Landesregierung aus dem Jahr 2010, das dem Betreiber die „freie Nutzung über die Cala del Soio in Altea“ übertrug. 

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Mit Auslaufen der Konzession in drei Jahren wird der Sporthafen dann aber wohl doch Geschichte sein. Alteas Umweltstadtrat José Orozco schließt gegenüber den Costa Nachrichten eine zukünftige Nutzung der geschützten Bucht als Freizeit- oder Sporthafen kategorisch aus, sofern sein Rathaus nicht doch wider Erwarten Gegenwind aus Valencia bekäme „Für Altea ist die Aufnahme der Cala de Soio in das valencianische Naturerbe ein wichtiger Meilenstein“, erklärt er begeistert. „Diesen haben wir gemeinsam mit allen Alteanern und der valencianischen Landesregierung errungen. Hoffentlich ist diese auch in drei Jahren noch an unserer Seite, wenn es darum geht, die Konzession zu begraben.“ Denn darüber habe das Rathaus keine Macht, nur Valencia kann über die Nutzung der Küstenabschnitte entscheiden. „Hoffentlich gibt Valencia nie wieder einer Firma die Erlaubnis, in diesem Naturparadies Geschäfte zu machen“, so Orozco deutlich. Stattdessen solle Altea lieber seine Naturschätze bewahren und diesen mit den Touristen teilen. Bewohner in anderen Gemeinden wie Calp wünschen sich geradezu einen solch kritischen Umgang ihrer Rathäuser mit Bauprojekten an Stränden und Natur.

Rubriklistenbild: © Ángel García

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