Sonntägliche Vorführung einer Hundestaffel für die Bergung möglicher Erdbebenopfer. Foto: Rathaus

Bebendes Erinnern

Almoradí – mar/sw. Ein leichtes, aber weithin spürbares Erdbeben ereignete sich Sonntag, 24. März, g...

Almoradí – mar/sw. Ein leichtes, aber weithin spürbares Erdbeben ereignete sich Sonntag, 24. März, gegen 17.16 Uhr rund zehn Kilometer vor der Küste Torreviejas, in einer Tiefe von rund 15 Kilometern. Das Nationale Geographische Institut korrigierte die Stärke von zunächst 4,1 auf 3,8 auf der Richterskala. Fünf Sekunden bebte die Erde, ziemlich genau 190 Jahre nach dem großen Beben von 1829, zu dem in Torrevieja und Almoradí gerade Erinnerungsveranstaltungen und eine Katastrophenschutz-Vorführung liefen, als sich die Erde sozusagen live in Erinnerung brachte. Diesmal wurden keine Schäden gemeldet, vor 190 Jahren gab es beim Beben der Stärke 6,6 400 Tote und über 5.000 zerstörte Häuser (siehe CBN 1.840). Geologe freut Beben Das sonntägliche Beben war in weiten Teilen der Provinz Alicante sowie in Murcia zu spüren. Der Geologe Jorge Olcina von der Uni Alicante wertete es positiv, denn es helfe beim Abbau der Spannungen zwischen den hier aneinanderreibenden tektonischen Platten, ohne Schäden anzurichten. Er warnte allerdings, dass schon Beben ab Stärke vier zu Rissen in älterer Bausubstanz führen könnten. Bereits im Mai 2018 knallte es in Torrevieja mit 4,1. Laut Experten ist ein „großes Beben“ mit einer Stärke von über fünf auf der Richterskala in der Region überfällig, eine Vorhersage aber unmöglich.

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