Jetzt im Juli und August graben Archäologiestudenten an der Pobla d‘Ifac. Foto: Ángel García

Als in Calp Frauen das Sagen hatten

Calp – ms. Nicht erst seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode hat in Calp eine Frau das Sagen – ...

Calp – ms. Nicht erst seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode hat in Calp eine Frau das Sagen – auch im Mittelalter war das schon einmal so. Die kleine Siedlung, die Pobla d’Ifac, die ab 1297 am Fuß des Peñón de Ifach von Christen bevölkert war, führten zumindest zeitweise Saurina de Entenza, in zweiter Ehe mit dem Gründer der Siedlung, Roger de Lauria, verheiratet, und später deren Tochter Margarita de Lauria. „Nichts Einzigartiges, aber mindestens ungewöhnlich“, erklärt José Luis Menéndez, der gerade wieder die sommerlichen Ausgrabungen mit 32 Archäologiestudenten an Calps mittelalterlicher Fundstätte leitet. Roger de Lauria hatte im Auftrag von König Jaime I. von Aragón die Pobla d’Ifac gegründet und deren künftige Bewohner zusammengetrommelt. Sie kamen aus Aragón, Katalonien und kleineren Ansiedlungen der Marina Alta. „Zwangsläufig, denn das Königshaus versprach sich von der Zentrierung seiner ländlichen Bevölkerung an einem Ort eine einfachere Steuereintreibung“, erklärt José Luis Menéndez.

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