Rettungsschwimmer infiziert

Calpe: Rettungsschwimmer hatte kein Coronavirus

  • vonStella Kirchner
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Der 20-Jährige aus Calpe, der mit Covid-ähnlichen Symptomen auf der Intensivstation behandelt wurde, hatte kein Coronavirus.

  • Rettungsschwimmer aus Calpe beantwortet die Anfrage der Costa Nachrichten und gibt bekannt, dass es keinen Coronavirus-Fall im Team gab.
  • Die Socorristas an den Stränden Fossa und Arenal sind für Touristen normal im Einsatz.
  • Calpes Rettungsschwimmer retten eine Touristen-Gruppe, die mit einem Katamaran in der einsamen Bucht Mallorquí gestrandet ist. 
  • In diesem Sommer sind in Calpe bereits drei Menschen ertrunken. 

Update 19. August: Ein 20-jähriger Rettungsschwimmer aus Calpe musste am Donnerstag, 13. August, auf die Intensivstation (UCI) im Krankenhaus von Dénia eingewiesen werden, weil er unter sehr schweren Beschwerden litt, die an die Krankheit Covid-19 erinnern. „Bei meinem Kollegen wurden drei PCR-Tests durchgeführt, die allesamt negativ ausfielen", erklärt Mariano Meseguer, selbst Rettungsschwimmer in Calpe, am Mittwoch, 19. August, in einem Gespräch mit den Costanachrichten. Sprecher des Kreiskrankenhauses von Dénia bestätigen gegenüber der spanischen Presse, dass der junge Mann an einer Lungenkrankheit litt, die stark an Covid erinnere, sich aber schnell erhole. Auch bei vier weiteren Rettungsschwimmern, die daraufhin in Quarantäne geschickt wurden, seien alle Überprüfungen negativ ausgefallen.

CalpeKleinstadt in Spanien
Höhe59 m
Fläche23,51 km²
Bevölkerung29.718 (2011) Instituto Nacional de Estadística

Rettungsschwimmer befreien gestrandete Touristen aus einsamer Bucht

Calpe- Calpes Rettungsschwimmer haben es geschafft: Eine fünfköpfige Touristen-Gruppe, darunter ein 77-jähriger Mann und zwei Kinder, sind am Donnerstag, 6. August, in der kleinen Bucht Cala Mallorquí gestrandet, weil die Besatzungsmitglieder sich unwohl fühlten. Einer von ihnen litt unter schweren Muskelkrämpfen und konnte sich nicht mehr bewegen, anderen war schwindelig. Unfähig, das Boot wieder zurück nach Calpe zu lenken, aktivierten sie den Notruf. 

Update 10. August: In keiner anderen Region Spaniens sind in diesem Sommer so viele Menschen ertrunken wie in Valencia. Damit entfallen 20 Prozent aller Badetoten Spaniens (inklusive Kanaren und Balearen) im Juli auf die Comunidad. Im vergangenen Monat haben valencianische Gewässer genauso viele Menschen getötet wie die kompletten ersten sechs Monate des Jahres. Ältere Menschen fallen den tückischen Fluten häufiger zum Opfer als junge.

Update 8. August: Nicht nur im Wasser mussten Calpes Rettungskräfte anrücken, sondern auch an Land. Am Mittag stürzte ein Wanderer an der Punta de La Fossa und brach sich das Bein. Die Helfer konnten ihn aus der Zone unterhalb des Peñón de Ifach befreien, die schwer zugänglich ist.

Calper Rettungsschwimmer im Einsatz: Touristen aus Naturbucht befreit

Calpes Strände sind trotz geringer Strömung und Wellengangs nicht ungefährlich.

Die kleine Cala Mallorquí ist eine Naturbucht, die nur vom Wasser aus erreichbar ist. Daraufhin organisierte die Calper Rettungsschwimmer-Crew der Firma Eulen ein Boot mit Rettungssanitätern vom Dienst SAMU und alarmierte zusätzlich noch die Ortspolizei von Benissa. Gemeinsam brachten sie die Passagiere wieder an Land und bargen auch den Katamaran. Der an den Krämpfen leidende 22-jährige Franzose wurde direkt ins Kreiskrankenhaus von Dénia gebracht, wo er ärztlich versorgt wird. Er sei aber auf dem Weg der Besserung, meldet das Krankenhaus am Freitag, 7. August. 

In diesem Jahr waren die Rettungsschwimmer in Calpe schon häufig gefordert und das, obwohl das Coronavirus ihnen ganz neue Regeln und Einschränkungen setzt. Gleich im Juni, als die „Socorristas“ ihren Dienst erst einen einzigen Tag aufgenommen haben, geriet ein Schwimmer in einer verlassenen Bucht in der Nähe des Peñón Ifach in eine gefährliche Strömung, aus der er sich selbstständig nicht befreien konnte. Der Retter riskierte dabei sein eigenes Leben. 

Calpes gefährliche Strände: Rettungschwimmer im Dauereinsatz, drei Badetote im Sommer

Calpes Rettungsschwimmer im Einsatz: Strandsicherung mit Maske

Die Strände Fossa und Arenal registrierten in dieser Sommersaison bereits drei Tote. Erst am Mittwochmorgen, 4. August, starb ein 77 -Jähriger. Die Sanitäter eilten ihm zwar zu Hilfe, konnten ihn aber mit den Reanimationsversuchen nicht mehr retten. Calpes Rettungsschwimmer warnen eindringlich, nur ins Wasser zu gehen, wenn man sich wirklich fit fühlt. Kreislaufbeschwerden können im Wasser wesentlich schneller tödlich enden als an Land, ermahnen die Socorristas, gerade in Anbetracht der aktuellen Hitzewelle. Einsame Buchten, Strände und Höhlen seien zudem oft schlechter bewacht, was die Rettung deutlich erschwere. An der Costa Blanca machte bisher vor allem Torrevieja mit vielen Badetoten Schlagzeilen. Grund war hier vor allem die gefährliche Strömung am Strand von La Mata. 

Rubriklistenbild: © Ángel García

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