Eine Kellnerin mit Schutzmaske bedient mehrere Gäste auf der Terrasse eines Lokals.
+
Nirgendwo in Spanien sind die Corona-Zahlen so niedrig wie an der Costa Blanca. Ab 10. Mai sind Reisen in die Region Valencia auch über Land wieder möglich.

Covid-19 in der Region Valencia

Corona an der Costa Blanca: Sperrstunde und Kontaktbeschränkung fallen

  • Judith Finsterbusch
    vonJudith Finsterbusch
    schließen

Am 9. Mai endete in Spanien der Notstand. Reisen über Land an die Costa Blanca sind damit wieder möglich. Aktuelle Infos zu Corona-Auflagen und Inzidenz in der Region Valencia.

Update, 3. Juni: Die 14-Tages-Inzidenz in der Region Valencia steigt leicht an, seit die Auflagen mit Ende des Corona-Nostands in Spanien gelockert wurden. Trotzdem weist Valencia landesweit weiterhin mit 35,8 die niedrigste Inzidenz pro 100.000 Einwohner auf, Stand 2. Juni. Ab Dienstag, 8. Juni, treten deshalb neue Lockerungen in Kraft. Ab dann gilt:

  • Die nächtliche Ausgangssperre, aktuell von 1 bis 6 Uhr, wird abgeschafft.
  • Die Kontaktbeschränkungen, aktuell maximal zehn Personen bei privaten Treffen, werden abgeschafft.
  • Pubs, Diskotheken und Nachtclubs dürfen wieder öffnen. Allerdings nur bis maximal 2 Uhr, die Tanzfläche darf nicht zum Tanzen genutzt werden. Drinnen 50 Prozent Auslastung, auf Terrassen 100 Prozent.
  • Gastronomiebetriebe müssen weiterhin um spätestens 1 Uhr schließen.

Die neuen Corona-Auflagen gelten vorerst bis 30. Juni. „Wir befinden uns jetzt in einer Übergangsphase, hin zur wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und emotionalen Erholung“, meinte Valencias Landesministerpräsident Ximo Puig bei der Bekanntgabe der neuen Regeln. Vorrangiges Ziel sei es aktuell, große Menschenansammlungen zu vermeiden - deshalb werden auch die beliebten San-Juan-Feiern am 24. Juni an den Stränden nicht in ihrer gewohnten Form stattfinden können. „Mit unseren strengen Corona-Auflagen haben wir Tausende Menschenleben gerettet. Wir müssen aber weiterhin vorsichtig bleiben“, so Puig. Vor allem bei privaten Treffen setzt er auf verantwortungsbewusstes Handeln der Bürger: „Auch wenn die Kontaktbeschränkungen aufgehoben sind, müssen wir bitte alle daran denken, Masken zu tragen, für ausreichende Lüftung zu sorgen und Abstand zu halten“, so Puig.

Corona an der Costa Blanca: Sperrstunde verkürzt

Update, 24. Mai: Ab heute gilt die Sperrstunde in der Region Valencia nur noch von 1 Uhr nachts bis 6 Uhr morgens. Bars und Restaurants dürfen ab sofort bis 0.30 Uhr öffnen. Diese Regeln gelten bis einschließlich Montag, 7. Juni. Landesministerpräsident Ximo Puig hatte sich zuvor beim Oberlandesgericht in Valencia für die Aufrechterhaltung des „toque de queda“ abgesichert. „Die Entscheidung, die Mobilität zu reduzieren, war ein entscheidendes Instrument, um Leben zu retten und die Pandemie einzudämmen“, erklärte Puig, „doch wenn am 7. Juni die Situation so ist wie jetzt, dann lassen wir Valencianer die Sperrstunde hinter uns.“ 

Update, 19. Mai: Valencias Ministerpräsident Ximo Puig hält weiter an der Sperrstunde fest. Die Landesregierung wolle das Oberlandesgericht um die Genehmigung einer weiteren, zweiwöchigen Verlängerung des „toque de queda“ bitten, sagte Puig am Mittwoch. Aktuell gilt die Sperrstunde noch bis 24. Mai jede Nacht von 24 bis 6 Uhr, Gaststätten dürfen bis maximal 23.30 Uhr öffnen. Puig will, dass die Sperrstunde nach dem 24. Mai später in der Nacht anfängt und der Zapfenstreich in der Gastronomie entsprechend angepasst wird. Konkrete Uhrzeiten nannte der Landeschef zwar nicht, versprach aber, dass es sich um die letzte Verlängerung handeln soll: Ab der zweiten Juniwoche wird die Sperrstunde in der Region Valencia abgeschafft. Aktuell verzeichnet Valencia eine extrem niedrige 14-Tages-Inzidenz von 29,58 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner (Stand 18. Mai).

Corona an der Costa Blanca aktuell: Oberlandesgericht genehmigt Auflagen

Update, 7. Mai: Das Oberlandesgericht stellt sich hinter die Covid-19-Maßnahmen der Landesregierung. Damit dürften vom 10. bis 24. Mai folgende Einschränkungen in der Region Valencia gelten: Sperrstunde 0 bis 6 Uhr, Gastgewerbe bis 23.30 Uhr, soziale Treffen maximal zehn Personen. Kirchen und Gotteshäuser können bis 70 Prozent ihres Forums besetzt sein.

Update, 7. Mai: Die Staatsanwaltschaft hat nichts an den Vorschlägen auszusetzen, mit denen die Landesregierung Valencia nach Auslaufen des Notstands am 9. Mai die Coronavirus-Pandemie im Zaum halten will. Die Landesregierung plädiert für eine Sperrstunde von 0 bis 6 Uhr, der Zapfenstreich im Gastgewerbe soll auf 23.30 Uhr fallen, soziale Treffen auf maximal zehn Personen - unabhängig davon, ob drinnen oder draußen, ob in öffentlichen oder privaten Räumen - beschränkt sein. Nun muss sich noch das Oberlandesgericht zu diesen Maßnahmen äußern.

Corona an der Costa Blanca aktuell: Reisen zur Region Valencia auch wieder über Land

Update, 7. Mai: Valencias Nachbarregion Murcia hat angekündigt, an der Abriegelung der Costa Cálida auch über den Notstand hinaus festhalten zu wollen. Katalonien will ebenso wie Valencia öffnen, somit ist die Fahrt aus dem Ausland zum Ferienhaus an der Costa Blanca ab 10. Mai möglich, es geht aber dann noch nicht weiter in Richtung Süden nach Murcia. Auch hat die Zentralregierung den Landesregierungen eine gewisse rechtliche Sicherheit verschafft: Es wird Eilverfahren vor dem Obersten Gerichtshof geben, sollten die jeweiligen Oberlandesgerichte erlassene Corona-Einschränkungen abschmettern. Unterdessen flacht die vierte Corona-Welle in ganz Spanien aktuell ab.

Erstmeldung, 4. Mai: Ganz Spanien dürfte sich den Sonntag, 9. Mai, dick und fett im Kalender angestrichen haben. Dann endet der Corona-Notstand, und damit theoretisch auch gravierende Einschränkungen wie die Abriegelung der einzelnen spanischen Regionen oder die nächtliche Ausgangssperre - zumindest sofern es die Corona-Lage erlaubt. Doch wie genau es nach dem Notstand etwa mit dem Thema Reisen in Spanien weitergehen soll, steht noch nicht endgültig fest. Ximo Puig, Landesministerpräsident der Region Valencia, hat jetzt zumindest in Aussicht gestellt, wie es ab Montag, 10. Mai, an der Costa Blanca weitergehen soll.

Reisen zur Costa Blanca in Spanien: Region Valencia öffnet am 10. Mai

Die Region Valencia wird dann laut Puig erstmals seit Ende Oktober wieder für Reisen geöffnet sein, es herrscht also freie Fahrt aus und in die Nachbar-Regionen, ohne dass ein triftiger Grund vorliegen muss. Dann können auch Deutsche, Österreicher oder Schweizer wieder problemlos nach Spanien reisen und bis zu ihren Ferienhäusern an der Costa Blanca. An der Ausgangssperre, dem sogenannten toque de queda, hält die Landesregierung aber fest. Puig kann sich lediglich vorstellen, den jetzigen Zeitraum von 22 bis 6 Uhr zu verkürzen, also etwa auf 23 Uhr hinauszuzögern.

Wie genau die Corona-Auflagen auf gesamt-spanischer und auf valencianischer Ebene ab 10. Mai aussehen werden, wird wohl erst kurz vor knapp feststehen. Am Mittwoch, 5. Mai, kommt Spaniens Geusndheitsministerin Carolina Darias mit den Landesgesundheitsministern zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Diesen Termin will auch die Region Valencia noch abwarten, bevor sie die neuen Auflagen bekannt gibt. Wie die valencianische Vizeministerpräsidentin Mónica Oltra am Dienstag mitteilte, werde das Expertenkomitee erst am Samstag, 8. Mai, in Valencia einberufen, um das weitere Vorgehen bezüglich Reisen, Ausgangssperre und soziale Kontakte festzulegen. Es zeichnet sich aber in Spanien ab, dass Pfingst-Urlaub 2021 im Ausland möglich sein wird*, wie auch wa.de* berichtet.

Reisen nach Spanien: Corona-Auflagen ohne Notstand

Denn noch steht auch nicht fest, mit welchem juristischen Rahmen die einzelnen Landesregierungen weiterhin Corona-Auflagen beschließen können, die Grundrechte wie die Reise-Freiheit einschränken - ohne Notstand in ganz Spanien. Und auch wenn die Costa Blanca und die ganze Region Valencia mit einer 14-Tages-Inzidenz von 43 (Stand 3. Mai) immer noch den niedrigsten Wert in ganz Spanien verzeichnet, mahnte Oltra zur Vorsicht: „Wir können nicht von einem Tag auf den anderen die Bremse komplett lösen“, sagte sie am Dienstag. Auch warnte Oltra davor, ab dem 10. Mai allzu übermütig zu werden. „Wir müssen noch ein bisschen durchhalten, während die Covid-Impfkampagne weiter fortschreitet, um unsere aktuellen Zahlen beibehalten zu können und um Gesundheit und Wirtschaft zu schützen. Denn ohne Gesundheit gibt es auch keine Wirtschaft.“ *costanachrichten.com und wa.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare