Drei ältere Frauen laufen mit Schutzmasken auf einer Strandpromenade.
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In der Region Valencia wurden die aktuellen Corona-Auflagen nun etwas gelockert: An der Costa Blanca dürfen sich im Freien wieder bis zu sechs Menschen treffen.

Kaum Covid-Ausbrüche

Corona an Costa Blanca aktuell: Neue Auflagen seit 26. April

  • Judith Finsterbusch
    vonJudith Finsterbusch
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Valencia hat so niedrige Corona-Zahlen wie keine andere Region Spaniens. An der Costa Blanca ist die Zahl der neuen Ausbrüche besonders stark gesunken. Seit 26. April gelten neue Auflagen.

Update, 26. April: Ab dem heutigen Montag, 26. April, gelten die neuen Corona-Auflagen an der Costa Blanca und in der gesamten Region Valencia. Dabei hat das valencianische Gesundheitsministerium am Wochenende ungewöhnliche viele neue Infektionen gemeldet: 307 Personen wurden von Freitag auf Samstag positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Allein 100 positive Tests gehen allerdings auf einen einzigen Ausbruch in einem Studentenwohnheim in Valencia-Stadt zurück. 89 Studenten steckten sich an und infizierten ihrerseits Familienangehörige und Freunde. Das Wohnheim ist abgeriegelt, alle Bewohner und Mitarbeiter stehen unter Quarantäne.

Die 14-Tages-Inzidenz für die Region Valencia lag bei der letzten Aktualisierung der Daten am Freitag, 23. April, bei 40,1, weiterhin der niedrigste Wert im spanischen Vergleich. Bei der Sieben-Tages-Inzidenz kam Valencia auf 19 Fälle pro 100.000 Einwohner. Der spanische Durchschnitt liegt bei 236 (14 Tage) beziehungweise 113 (sieben Tage).

Corona an der Costa Blanca: Das sind die neuen Auflagen ab 26. April

Update, 22. April: Soeben hat Valencias Ministerpräsident Ximo Puig die neuen Corona-Auflagen bekannt gegeben, die ab Montag, 26. April, und bis zum Ende des Notstands in Spanien am 9. Mai gelten. Folgende Neuerungen treten ab Montag in Kraft:

  • Gastronomiebetriebe dürfen bis 22 Uhr öffnen, die Auslastung bleibt wie gehabt: 100 Prozent auf den Terrassen, ein Drittel in Innenbereichen, maximal sechs Personen an einem Tisch.
  • Auch nicht systemrelevante Geschäfte dürfen bis 22 Uhr öffnen, also zwei Stunden länger als bisher.
  • Kulturelle Einrichtungen wie Museen, Kinos, Theater oder Konzertsäle dürfen bei 75 Prozent Auslastung öffnen, bislang war die Obergrenze 50 Prozent.
  • Feiern wie Hochzeiten oder Kommunionen dürfen bei 50 Prozent Auslastung der Räumlichkeiten stattfinden.

Alle anderen Corona-Auflagen bleiben bestehen, also die nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr, Treffen mit maximal sechs Personen im öffentlichen Raum und maximal zwei Hausständen im Privaten. Valencias Ministerpräsident Ximo Puig rief in seiner Pressekonferenz einmal mehr zur Vorsicht und Verantwortungsbewusstsein auf. Die Zahlen seien zwar nirgendwo in Spanien oder Europa so niedrig wie in der Region Valencia, dennoch sei es nicht an der Zeit für weitere Lockerungen.

Update, 21. April: Wie überall in Spanien steigt die Corona-Inzidenz auch in der Region Valencia an - allerdings bislang nur leicht. Auf 14 Tage kommen derzeit 40,1 Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner, die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 19,1, Stand 20. April. 294 Covid-19-Patienten werden aktuell in valencianischen Krankenhäusern behandelt, davon 68 auf Intensivstationen (UCI). An der Costa Blanca beziehungsweise in der Provinz Alicante liegen 87 Betroffene in den Krankenhäusern, 23 auf UCIs. Acht Menschen starben von Montag auf Dienstag mit Covid-19.

Corona an der Costa Blanca: Neue Auflagen ab 26. April

Am morgigen Donnerstag, 22. April, trifft sich in Valencia das Expertenkomitee der Landesregierung, um über die weiteren Maßnahmen zu beraten. Die aktuellen Corona-Auflagen laufen am Sonntag, 25. April, aus. Sollten ab Montag neue Lockerungen in Kraft treten, dürften diese wie gewohnt vorsichtig ausfallen. Durchgesickert ist bislang, dass die Gastronomie möglicherweise länger öffnen darf - aktuell ist um 18 Uhr Zapfenstreich - und dass Bingosäle und Spielhallen wieder öffnen könnten.

Erstmeldung, 13. April: Valencia - Keine andere Region in Spanien kann aktuell derart niedrige Corona-Zahlen aufweisen wie die Comunidad Valenciana. Die 14-Tages-Inzidenz liegt bei 36 Corona-Fällen auf 100.000 Einwohner, auf sieben Tage zählt die Region Valencia nicht einmal 18 Fälle. Zum Vergleich: Der Durchschnitt in Spanien liegt aktuell bei einer Corona-Inzidenz von 199 Fällen binnen 14 Tagen. Landesministerpräsident Ximo Puig betonte jüngst bei der Pressekonferenz zur Verkündung der neuen Auflagen, dass die niedrigen Werte das Ergebnis der strengen Auflagen seien - ein schwacher Trost allerdings für die Gastronomen und die Tourismusbranche an der Costa Blanca.

Corona an der Costa Blanca: Zahl der Ausbrüche geht in Valencia deutlich zurück

Doch das Konzept der strengen Auflagen - und das gleichzeitige Fortschreiten der Impfkampagne in der Region Valencia - scheint aufzugehen: Die Zahl der Corona-Ausbrüche an der Costa Blanca und in ganz Valencia ist im Zeitraum 12. März bis 12. April um 78 Prozent im Vergleich zum 11. Februar bis 11. März zurückgegangen, von 798 auf 179. Auch die Zahl der Covid-Betroffenen, die aktuell den einzelnen Ausbrüchen zugeordnet werden, ist um 70 Prozent gesunken, von 2.968 auf 887.

Am deutlichsten ist der Rückgang von Corona-Ausbrüchen in den Schulen und Kindergärten: Bildungszentren verzeichneten 93 Prozent weniger Ausbrüche - wobei die Osterferien in den Zeitraum fallen. Im sozialen Bereich sank die Zahl der Ausbrüche in der Region Valencia um 74 Prozent, am Arbeitsplatz um 75 Prozent. Hauptursache für neue Ausbrüche sind nach Angaben der Landesregierung in Valencia weiterhin soziale Treffen zwischen Freunden und Familien.

Corona an der Costa Blanca: Droht nach Ostern Kollaps wie nach Weihnachten?

Die Entwicklung innerhalb der Provinzen ist in Valencia und Castellón mit Rückgängen der neuen Corona-Ausbrüche von 75 und 69 Prozent ähnlich. Die Costa Blanca beziehungsweise Provinz Alicante schlägt aus: Sie verzeichnet 87 Prozent weniger Ausbrüche als im Vormonatszeitraum. Landesgesundheitsministerin Ana Barceló warnte dennoch davor, jetzt unvorsichtig zu werden. „Die Lockerungen der Corona-Auflagen, die am Montag in Kraft getreten sind, sind das Ergebnis der Anstrengung, Verantwortung und Opferbereitschaft von allen. Wir müssen jetzt so weitermachen, damit die Lage stabil bleibt“, so Barceló.

Wie sich die Ostertage auf die Corona-Entwicklung ausgewirkt haben, dürfte in wenigen Tagen spürbar werden. In den Köpfen allzu präsent ist in der Region Valencia noch die dritte Welle kurz nach Weihnachten, als sich die Lage in den Krankenhäusern entlang der Costa Blanca extrem zuspitzte. Kein Vergleich zu der aktuellen Lage: Derzeit liegen 251 Covid-19-Patienten in valencianischen Krankenhäusern, 71 davon auf der Intensivstation (UCI), Stand 12. April. Knapp acht Prozent der verfügbaren UCI-Betten sind mit Covid-Patienten belegt, im spanischen Durchschnitt sind es 22 Prozent.

Corona an der Costa Blanca: Auflagen bleiben bis auf wenige Lockerungen wie gehabt

Immerhin hat die Landesregierung angesichts der positiven Zahlen die Corona-Auflagen bis voraussichtlich Sonntag, 25. April, leicht gelockert. Seit 12. April dürfen sich im öffentlichen Raum bis zu sechs Menschen treffen, die nicht im selben Haushalt leben. Im privaten Raum dürfen zwei Hausstände zusammen kommen. Auch das Besuchsverbot in Altersheimen ist gelockert und Ministerpräsident Ximo Puig hat bereits von einer neuen Reisefreiheit nach Beendigung des Notstands am 9. Mai gesprochen. Noch bleiben die meisten Auflagen an der Costa Blanca aber wie gehabt: Die Region Valencia ist abgeriegelt, Ein- und Ausreisen sind nur in Ausnahmefällen erlaubt. Auch gilt weiterhin die nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr, der Zapfenstreich für Bars und Restaurants um 18 Uhr und die Ladenschlusszeit von 20 Uhr für nicht systemrelevante Geschäfte.

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