Eine Krankenschwester verabreicht einer Frau in einer Sporthalle eine Impfung.
+
In der Region Valencia bekommen diese Woche die ersten 65-Jährigen die Corona-Impfung. Und zwar meist in den Zentren für die Massenimpfung, hier in Elche.

Mehr Impfstoff geliefert

Corona-Impfung in Valencia: Unter 80-Jährige und 65-Jährige an der Reihe

  • Judith Finsterbusch
    vonJudith Finsterbusch
    schließen

Valencia macht diese Woche große Sprünge bei der Corona-Impfung: Die ersten 65-Jährigen werden ebenso geimpft wie die unter 80-Jährigen.

Update, 8. April: Das spanische Gesundheitsministerium hat beschlossen, den Impfstoff von AstraZeneca nur noch Menschen zwischen 60 und 65 Jahren zu verabreichen. Damit reagiert die Regierung auf einen Bericht der Europäischen Medikamentenaufsicht EMA, die einen Zusammenhang zwischen der Impfung mit AstraZeneca und den seltenen Thrombosefällen sieht. Das betrifft auch die Corona-Impfung in Valencia, vor allem bei vielen Lehrern und Sicherheitskräften, bei denen die zweite Dosis noch aussteht.

Erstmeldung, 7. April: Valencia - Endlich nimmt die Impfkampagne in der Region Valencia an Fahrt auf, die Kampagne für den Corona-Schutz macht diese Woche große Schritte: Der Hersteller AstraZeneca lieferte 120.000 Dosen, Moderna sagte bis zu 40.000 zu, BioNTech/Pfizer weitere 125.000 Mal Covid-19-Schutz zum Pieksen. Bis zum Ende der Woche wollte das Landesgesundheitsministerium über eine Million Impfdosen insgesamt verabreicht und 15 Prozent der valencianischen Bevölkerung zumindest die erste Dosis gespritzt haben.

Corona-Impfung in Valencia: Termin per SMS

Pünktlich vor den Osterferien bekamen am Gründonnerstag die letzten Lehrer und Sicherheitskräfte in der Region Valencia zumindest ihre erste Impfdosis, am Dienstag wurden die ersten 65-Jährigen per SMS zum Termin in die großen Impfzentren geladen. Die Jahrgänge 1956 und 1957 bekommen seit Beginn der Woche den Stoff von AstraZeneca verabreicht.

Parallel dazu hat das Landesgesundheitsministerium in Valencia eine weitere Altersbarriere überschritten: Die ersten unter 80-Jährigen wurden ebenfalls zum Corona-Impftermin geladen, beginnend mit den 79-Jährigen. Sie bekommen die Impfungen von BioNTech/Pfizer beziehungsweise Moderna, nachdem der Impfstoff von AstraZeneca in Spanien nur bis 65 Jahren zugelassen ist. Ein wichtiger Schritt für die Behörden: In Valencia leben über 195.000 Senioren zwischen 75 und 79 Jahren.

Corona-Impfung in Valencia: Erste 79-Jährige geimpft

Parallel zu den neuen Altersgruppen bekommen die ersten Lehrer und Sicherheitskräfte sowie die über 80-Jährigen diese Woche ihre zweite Corona-Impfdosis. In Valencia führt die Statistik immerhin knapp 187.000 Bewohner, die älter sind als 80 Jahre.

Wichtig für alle Impfwilligen in Valencia, deren Altersgruppe jetzt dran ist: Ohne SMS oder telefonische Benachrichtigung gibt es keine Spritze. Die Landesregierung hat dieser Tage noch einmal daran erinnert, dass niemand ohne einen Impftermin auf seinem Telefon - notwendig dafür ist eine spanische Nummer - geimpft wird. „Wer keinen Impftermin per SMS bekommen hat, ist noch nicht an der Reihe und muss noch einige Tage oder Wochen abwarten, bis er dran ist“, heißt es aus dem valencianischen Gesundheitsministerium. Auch innerhalb der Altersgruppen gehen die Behörden gestaffelt vor, erst sind jetzt die 79-Jährigen an der Reihe, dann die 78-Jährigen und so weiter.

Corona-Impfung in Valencia: Janssen macht Hoffnung

Hoffnung auf ein rasches Fortschreiten der Impfkampagne macht auch ein Treffen zwischen Landesministerpräsident Ximo Puig und Vertretern des Herstellers Janssen (Johnson & Johnson): Das belgische Unternehmen hat bis zu zwei Millionen Corona-Impfdosen bis September für Valencia zugesagt. Da bei Janssen nur eine Dosis für die Impfung nötig ist, könnten in der Region binnen sechs Monaten 40 Prozent der Bevölkerung allein mit diesem Impfstoff immunisiert sein. Ab 15. April rechnet Spanien mit den Lieferungen des Impfstoffs von Janssen.

Zur Erinnerung: Ausländer, die nicht in der spanischen Seguridad Social sind und in Spanien geimpft werden möchten, brauchen eine Meldebescheinigung vom Rathaus (empadronamiento). Vielerorts muss die Anmeldung vor mindestens drei Monaten erfolgt sein, um für die Impfkampagne berücksichtigt zu werden. Mit der Bescheinigung, der europäischen Gesundheitskarte und einem Ausweis wird Ausländern im Centro de Salud eine vorläufige SIP-Karte ausgestellt, die zur Corona-Impfung berechtigt. Das gilt auch für Privatpatienten. Eine Impfbescheinigung können sich Geimpfte auf dem Patientenportal der valencianischen Landesregierung herunterladen.

Corona-Impfung in Valencia: Kein Impfpass, nur Bescheinigung

Einen Impfpass oder ein ähnliches Dokument gibt es in Spanien momentan nicht. Derzeit haben Geimpfte auch keine Vorteile etwa bei der Testpflicht für Reisen von Spanien nach Deutschland oder andersherum gegenüber nicht Geimpften. Im Übrigen bittet die Landesregierung in Valencia im Rahmen der Corona-Impfung alle Patienten, ihre Kontaktdaten, die auf der SIP-Karte hinterlegt sind, auf Gültigkeit zu überprüfen. Die Benachrichtigung zum Impftermin erfolgt in der Regel telefonisch oder per SMS, die Aktualisierung der Kontaktdaten ist online vorzunehmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare