Eine Fallas-Figur für das Fest in Valencia wird gebaut.
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Die Ausgehsperren bleiben bis nach dem Fallas-Fest in Kraft.

Valencia mit neuen Maßnahmen gegen Corona

Corona: Ausgangssperre an der Costa Blanca vorerst bis September verlängert - Diese Orte sind betroffen

  • Stephan Kippes
    VonStephan Kippes
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In Valencia sind am 16. August neue Corona-Maßregeln in Kraft getreten. In 68 Kommunen müssen die Bewohner um 1 Uhr zu Hause sein. Auch die Costa Blanca trifft es.

Valencia – Die Sperrstunde in 77 Gemeinden der Region Valencia ist ausgelaufen. Trotz sinkender Infektionszahlen hat die Landesregierung Valencia neue Maßnahmen zur Eindämmung in 68 Kommunen der spanischen Region verhängt, die bis 6. September und damit über das verlegte Fallas-Spektakel hinaus in Kraft bleiben sollen.

Ausgangssperren in 68 Städten: Oberlandesgericht Valencia stimmt Antrag der Regierung zu

Den entsprechenden Antrag hat das Oberlandesgericht am Freitag, 13. August, genehmigt. Damit gelten Ausgehsperren von 1 bis 6 Uhr - toque de queda genannt - in 68 Kommunen. Ferner: In diesen 68 Kommunen und nur in diesen Orten werden soziale Treffen auf zehn Personen beschränkt. Die Landesregierung hält sich noch bedeckt.

Das Gericht hat Anti-Covid-19-Maßnahmen in folgenden Gemeinden der Provinz Alicante genehmigt:

Dénia, Jávea, Pedreguer, Pego, Teulada-Moraira, Calp, Santa Pola,
Altea, L'Alfàs del Pi, Finestrat, La Nucía, Benidorm, Villajoyosa,
El Campello, Mutxamel, Alicante, Sant Vicent del Raspeig,
Santa Pola, Almoradí, Dolores
Aspe, Monforte del Cid, Monóvar, Novelda, Onil , Sax, Villena, Cocentaina

Demnach fallen ab 16. August die folgenden Gemeinden der Costa Blanca die nächtlichen Ausgehsperren weg:

Ondara, Gata de Gorgos, Callosa d'En Sarrià, Callosa del Segura, Banyeres de Mariola und Muro de Alcoy

Derweil sinken die Infektionszahlen in der ganzen Regionen Valencia prägnant. Aktuell beträgt die 14-Tages-Inzidenz der Region 406, am 21. Juli, als die Landesregierung die Maßnahmen beschloss, lag der Wert bei 519. Das spiegelt nur den Trend in Spanien wider, das am 13. August mit einer 14-Tages-Inzidenz von 483 und einer Sieben-Tages-Inzidenz von 229 eigentlich nicht mehr als Hochinzidenzgebiet eingestuft werden müsste. Bleibt zu hoffen, dass das Robert-Koch-Institut entsprechend reagiert.

Eindämmung Corona in Valencia: Aktuelle Auflagen an Costa Blanca gelten noch bis 16 August

Die aktuelle, noch bis 16 August gültige nächtliche Ausgehsperre in den 77 vom Coronavirus heimgesuchten Gemeinden ist in der Nacht vom 25 auf den 26. Juli in Kraft getreten. Diese Maßnahme gesellt sich zu den in der ganzen Region Valencia gültigen Auflagen. Dazu gehören der Schankschluss um 0.30 Uhr, das Gebot, dass sich nicht mehr als zehn Personen treffen dürfen sowie die Begrenzung der Auslastung der Innenräume bei Veranstaltungen ebenso wie der Sportanlagen und Freibäder auf 50 Prozent ihrer Kapazität.

Vor drei Wochen schoss Calpe noch den Vogel mit 1.363 Neuinfektionen hochgerechnet auf 100.000 Einwohner ab, nun kommt die Peñón-Stadt auf 660. In vielen Orten der Costa Blanca hat die Ausgehsperre aber bisher noch nicht den gewünschten Effekt erzielt und die Inzidenz-Werte gedrückt. Dénia verzeichnete zum 21. Juli 424 und kommt nun auf 642, Teulada-Moraira 638 bei aktuell 718. Benissa bildet eine Ausnahme, da in dem Zeitraum die Inzidenz von 478 auf 381 sank. Andererseits das Beispiel Jávea: Ringsherum gelten Ausgangssperren, nur in dem Küstenort nicht. Der Inzidenzwert von 735 dort ist der höchste in der Marina Alta - und gehört nun prompt zu den 68 neuen Orten, in der Ausgehsperre vom 16. August bis 6. September in Kraft treten.

Die Ausgehsperre zielt darauf ab, Schwung aus dem Sozialleben der jüngeren Menschen zu nehmen, da die Inzidenzwerte in den Altersgruppen von zwölf bis 19 und 20 bis 29 Jahren in der Region Valencia über 900 liegen.

Viel Fiesta, viel Urlaub und viele junge Leute: Inzidenzen in Küstenorten bleiben hoch

Auch ein Grund, warum es in der Urlaubszeit gerade die Küstenorte schwer haben, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Dort konzentrieren sich die Jugendlichen. Auch das Verständnis in diesen Bevölkerungsgruppen für diese Auflagen stößt an seine Grenzern, zumal der Impfprozess in Spanien sehr schnell voranschreitet. Man muss sich nur mal die Polizeiberichte über all die aufgelösten Feten und Trinkgelage zu Gemüte führen.

Vizeministerpräsidentin Mónica Oltra hält dagegen. „Der Druck auf das Gesundheitssystem ist weiterhin hoch. In den valencianischen Krankenhäusern und Intensivstationen liegen derzeit doppelt so viele Patienten ein wie noch vor eineinhalb Monaten. Und das spürt man.“

Die Orte in der Provinz Valencia gilt eine Ausgehsperre: Alboraya, Alcúdia de Crespins, Alfafar, Alginet, Almussafes, Benaguasil, Benetússer, Benigànim, Buñol, Canals, Cheste, Gandia, Godella, Guadassuar, l‘Eliana, l‘Olleria, Manises, Massanassa, Mislata, Monserrat, Picassent, Rafelbunyol, Requena, Ribarroja del Turia, Sagunto, Sueca, Turís, Torrent, Valencia, Vila-marxant, Villanueva de Castellón und Xirivella.

Für Oliva, Tavernes de la Valldigna, Xeraco, Paterna und weitere Orte in der Provinz Valencia gilt keine Ausgehsperre mehr.

In der Provinz Castellón gilt in folgenden Orten die Ausgehsperre: Alcala de Xivert, Alcora, Benicarló, Benicàssim, Castellón de la Plana, Oropesa, Peñíscola, Segorbe und Vall d‘Uixó.

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