Zwei junge Frauen laufen eine Palmenallee in Spanien entlang.
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Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat sich unter den 20-bis 40-Jährigen auch an der Costa Blanca vervierfacht.

Coronavirus-Lage in Valencia

Coronavirus an der Costa Blanca: Zahl der neuen Fälle steigt rasant an

  • vonJudith Finsterbusch
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  • Anne Götzinger
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Die Coronavirus-Neuinfektionen nehmen auch in der Region Valencia zu. Besonders viele junge Menschen sind betroffen, die Landesregierung warnt vor Treffen mit Freunden und Familie. Neue Ausbrüche gibt es in Alicante und Elche.

  • Landesregierung stellt angesichts neuer Infektionsherde 85 zusätzliche Coronavirus-Fahnder ein.
  • Zahl der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 steigt an der Costa Blanca.
  • Ein Baby auf einem Campingplatz in Sant Joan und ein Kind in Santa Pola werden positiv getestet.
  • Im Corona-Hotspot Gandía steigt die Zahl der Infizierten auf 70 - Landesregierung schließt Nachtlokale.
  • Zahl der Infizierten in der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen hat sich vervierfacht. „Falsche Sicherheit“ wegen fehlender Symptome.

Update, 5. August, 19.15 Uhr: Die Zahl der neuen Coronvairus-Fälle steigt auch in der Region Valencia immer schneller an. Am Mittwochabend meldete die Landesregierung 288 neue positive Covid-19-Tests binnen der letzten 24 Stunden, am Tag zuvor waren es „nur“ 135 gewesen. Die meisten Fälle konzentrieren sich mit 202 auf die Provinz Valencia, an der Costa Blanca beziehungsweise in der gesamten Provinz Alicante meldet das Landesgesundheitsministerium 76 neue Sars-CoV-2-Infizierte. Derzeit sind 1.871  Fälle in der gesamten Region Valencia aktiv. Neue Ausbrüche an der Costa Blanca meldet Valencia in Alicante mit drei Betroffenen und in Elche mit vier Erkrankten. Fast alle anderen neuen Corona-Herde sind auf Valencia-Stadt zurückzuführen.

Coronavirus an der Costa Blanca: Neuer Ausbruch in Sant Joan

Update, 5. August: Die Landesregierung hat am Dienstagabend 135 neue Fälle gemeldet, bei denen das Coronavirus per PCR-Test nachgewiesen werden konnte, 51 davon sind der Costa Blanca beziehungsweise der ganzen Provinz Alicante zuzuordnen. 1.711 Covid-19-Fälle sind derzeit in der Region Valencia aktiv. Betroffen sind auch 16 Altersheime, bei zweien hat das valencianische Gesundheitsministerium die Kontrolle übernommen. Einen neuen Coronavirus-Ausbruch an der Costa Blanca haben die Behörden in Sant Joan d‘Alacant mit sieben Betroffenen verzeichnet.

Region Valencia
HauptstadtValencia
Fläche23.255 km²
Einwohnerzahl5.003.769 (Stand 2019)
AmtssprachenSpanisch, Valenciano
ProvinzenValencia, Alicante, Castellón

Coronavirus an der Costa Blanca: Neue Ausbrüche in Gandía und Orihuela

Update, 4. August: Zwischen Freitag und Montag hat die Landesregierung 523 PCR-Tests positiv ausgewertet, neue Coronavirus-Ausbrüche gibt es unter anderem in Gandía mit vier Betroffenen, in Orihuela mit sechs Corona-Infizierten und in Almoradí mit fünf positiv Getesteten.

Angesichts der immer weiter steigenden Fallzahlen hat Valencias Gesundheitsministerin Ana Barceló einen Apell an die Bevölkerung gerichtet: „Bei Familientreffen sind nur diejenigen von der Maskenpflicht befreit, die im selben Haushalt wohnen. Auch bei privaten Feiern müssen wir uns die Hände waschen, Abstand halten und immer die Schutzmasken tragen. Das müssen wir für uns selbst tun und für diejenigen, die wir am meisten lieben", sagte Barceló am Montagabend. 36,5 Prozent der neuen Coronavirus-Ausbrüche sind auf Treffen mit der Familie oder unter Freunden zurückzuführen.

Die größte Altersgruppe bei den Covid-19-Betroffenen machen mit 49,2 Prozent die 15- bis 34-Jährigen aus. Nach sozialen Treffen sind die meisten Coronavirus-Ausbrüche auf Freizeiteinrichtungen zurückzuführen (17,6 Prozent), gefolgt vom Arbeitsplatz (15 Prozent) und Altersheimen (zwölf Prozent). In einer Seniorenresidenz starb am Wochenenede ein Covid-19-Patient, es handelt sich um das erste Sars-CoV-2-Todesopfer in einem valencianischen Altenheim seit Ende Juni.  

Coronavirus an der Costa Blanca: Covid-19-Ausbruch in Altea

Update, 3. August: Bei der letzten Aktualisierung am Freitag hat die Landesregierung 85 neue Fälle gemeldet, bei denen das Coronavirus per PCR-Test nachgewiesen werden konnte. An der Costa Blanca meldet das valencianische Gesundheitsministerium einen neuen Ausbruch mit drei Betroffenen in Altea, der auf das soziale Umfeld zurückzuführen ist. Einen weiteren Covid-19-Herd mit zehn Betroffenen macht die Landesregierung in Elda aus, in Elche wurden vier Arbeitskollegen positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Derzeit sind 1.338 Fälle aktiv, 95 Covid-19-Patienten werden in valencianischen Krankenhäusern behandelt. 30 davon in der Provinz Alicante, 54 in Valencia und elf in Castellón. Zwölf Betroffene liegen auf der Intensivstation.

Update, 31. Juli: Am Donnerstagabend hat Valencia 235 neue, per PCR-Test bestätigte Covid-19-Fälle gemeldet, 135 in der Provinz Valencia, 64 in Alicante und 17 in Castellón. Damit gibt es derzeit 1.303 aktive Fälle in der Region. Das Landesgesundheitsministerium meldet außerdem einen neuen Infektionsherd mit fünf Fällen in Chiva (Valencia). Weitere aktuelle Daten zur Entwicklung des Coronavirus in ganz Spanien.

Coronavirus an der Costa Blanca: Neue Ausbrüche in Elche

Update, 30. Juli: 114 neue Coronavirus-Infizierte hat das valencianische Gesundheitsministerium am Mittwochabend für die letzten 24 Stunden gemeldet, 54 in der Provinz Alicante, 54 in Valencia, vier in Castellón und zwei, die nicht eindeutig zugeordnet werden können. Damit sind aktuell 1.130 Menschen in der Region Valencia nachweislich an Covid-19 erkrankt. In elf Altenheimen gibt es Betroffene, davon befindet sich eins in Castellón, drei in Alicante und sieben in Valencia. Neue Corona-Ausbrüche an der Costa Blanca meldet die Landesregierung in Elche: Dort gibt es einen Herd mit drei Infizierten und einen weiteren mit vier Betroffenen, beide sind auf familiäre Zusammenkünfte zurückzuführen. Dem am Vortag neu bekanntgegebenen Herd in Orihuela sind zwei neue positiv Getestete zuzuordnen, bei den Betroffenen handelt es sich um Arbeitskollegen. Neuigkeiten gibt es auch aus dem Hotspot Gandía: Dem Ausbruch, der auf Ansteckungen in Nachtlokalen zurückgeht, weisen die Behörden 44 weitere Infizierte zu. Damit wächst die Zahl der Betroffenen dort auf 158.

Coronavirus an der Costa Blanca: Neue Ausbrüche in Orihuela und Elche

Update, 29. Juli: Neue Coronavirus-Infektionsherde vermeldet das valencianische Gesundheitsministerium von der Costa Blanca in Orihuela mit drei Patienten, die sich auf der Arbeit angesteckt haben. In Elche gibt es zwei neue Covid-19-Ausbrüche, einen mit vier betroffenen Arbeitskollegen, einen zweiten mit fünf Infizierten, die sich durch soziale Kontakte angesteckt haben.

Angesichts der steigenden Sars-CoV-2-Infektionszahlen stellt die valencianische Landesregierung 85 neue Coronavirus-Fahnder ein. Diese sollen unter anderem schnell herausfinden können, mit wem Infizierte in Kontakt waren, um die weitere Ausbreitung einzudämmen. Insgesamt beschäftigt das Landesgesundheitsministerium damit knapp 2.000 Covid-19-Fahnder - „so viele wie sonst keine andere Region in Spanien", versicherte Landesgesundheitsministerin Ana Barceló.

Barceló erklärte am Montagabend außerdem, dass die Zahl der Neuansteckungen in den letzten Tagen immer schneller steigt. „In zwei Wochen hat sie sich verdoppelt“, so Barceló. In der Region Valencia vermeldet das Gesundheitsministerium derzeit 48 aktive Coronavirus-Herde, 27 davon flammten in der letzten Woche auf. Betroffen sind 506 Patienten. 45,2 Prozent der Ansteckungen gehen auf das soziale Umfeld zurück, 22,6 auf Treffen mit Familienangehörigen oder Freunden. Auffällig ist die Zahl der jungen Patienten, die sich mit Covid-19 angesteckt haben und bei denen die Krankheit oft symptomfrei verläuft: 49 Prozent der neu Infizierten sind zwischen 15 und 34 Jahre alt, 31 Prozent zwischen 35 und 64 Jahren.

Von Montag auf Dienstag konnten die Behörden in der Region Valencia 114 neue Covid-19-Fälle per PCR-Test nachweisen. Auf die Provinz Alicante und somit auf die Costa Blanca fallen 55 Coronavirus-Neuansteckungen zurück, auf Valencia 43 und auf Castellón 16.

Coronavirus an der Costa Blanca: Ausbrüche in L‘Alfàs del Pi und Dénia

In L‘Alfàs del Pi gibt es einen neuen Coronavirus-Herd.

Update, 28. Juli: Über das Wochenende hat das valencianische Gesundheitsministerium neue Infektionsherde in L‘Alfàs del Pi und Dénia an der Costa Blanca verzeichnet. Fünf Menschen seien in L‘Alfàs del Pi betroffen, die Ansteckung erfolgte über soziale Kontakte, vermeldet die Behörde. Zu dem neuen Fall in Dénia machte die Behörde keine Angabe. In der gesamten Region Valencia gibt es acht neue Coronavirus-Ausbrüche, die meisten von ihnen sind auf soziale Kontakte zurückzuführen, zwei - in Valencia und in Mislata - auf das Nachtleben.

Seit der letzten Aktualisierung der Fallzahlen vom Freitag, 24. Juli, haben sich in der Provinz Alicante 68 Personen mit Covid-19 angesteckt. Im gesamten Land Valencia verzeichnen die Behörden 330 Neuinfektionen. Betroffen ist auch eine Seniorenresidenz in L‘Eliana (Valencia) mit mindestens 14 positiv Getesteten.

45 Prozent der Covid-Patienten im Land Valencia seien zwischen 20 und 40 Jahren alt, meldet Landesgesundheitsministerin Ana Barceló. Tote gab es in den letzten Tagen nicht zu beklagen, allerdings steigt die Zahl der Patienten, die in Krankenhäuser eingewiesen werden müssen, seit Freitag kamen in der Provinz Alicante drei neue Betroffene hinzu. Von den 17 eingewiesenen Covid-19-Patienten liegen drei auf der Intensivstation (UCI). Im ganzen Land Valencia liegen derzeit 81 Betroffene im Krankenhaus.

Coronavirus an der Costa Blanca: Erster Covid-19-Fall in Calpe

Update, 24. Juli: Calpe registriert seinen ersten Coronavirus-Fall seit der neuen Normalität. Die Marina Alta war bislang immer eine „virusfreie Insel“ im Land Valencia und ist auch immer noch wesentlich weniger stark betroffen als andere Gebiete.

Update, 22. Juli: In Torrevieja wurden am Wochenende acht Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Es handele sich um Einzelfälle, die zu 80 Prozent asymptomatisch verliefen, so Gesundheitsversorger Ribera Salud. In Gandía ist die Zahl der Infizierten inzwischen auf 84 gestiegen. Auch in Benidorm wurden acht Personen - eine vierköpfige Familie und vier Personen aus dem näheren Umfeld - positiv getestet.

Coronavirus an der Costa Blanca: Zahl der Covid-19-Infizierten steigt stetig an

Erstmeldung/Valencia - Auch in der Region Valencia ist das das Coronavirus wieder auf dem Vormarsch. Wie im restlichen Spanien steigt auch in der Comunidad die Zahl der Fälle wieder stetig an. In ganz Spanien waren es allein am Wochenende über 4.500 neue Coronavirus-Infizierte. Nachdem am Wochenende ein Baby auf einem Campingplatz in Sant Joan an der Costa Blanca positiv getestet wurde, ist ein Teil der Anlagen abgesperrt worden, um weitere Infektionen zu verhindern. Nicht genutzt werden können momentan das Schwimmbecken und die Bar. Die Eltern und der ältere Bruder des Babys müssen in Quarantäne bleiben und sollen heute, 20. Juli, auf Covid-19 getestet werden. Von einem Ausbruch könne nicht gesprochen werden, da es sich bislang um einen isolierten Fall handele, so die Gesundheitsbehörden. Dennoch hat die valencianische Landesregierung angesichts der Neuinfektionen einen Bußgeldkatalog verabschiedet, der teils hohe Strafen bei Verstößen gegen die Coronavirus-Auflagen vorsieht.

Corona-Hotspot Gandía: Immer mehr junge Infizierte

Größere Sorge bereitet dem Landesgesundheitsministerium der Infektionsherd des Virus in Gandía, wo die Zahl der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Personen mittlerweile auf 70 gestiegen ist, es ist der größte Covid-19-Herd derzeit im Land Valencia. Ein Großteil der Infizierten hatte sich im Nachtleben Gandías angesteckt. Landesgesundheitsministerin Ana Barceló ordnete daraufhin die Schließung der Nachtlokale an. „Die Maßnahmen müssen im Kampf gegen das Virus durchgreifend sein“, sagte Barceló, die dem Rathaus von Gandía für die Unterstützung in dieser Entscheidung dankte. „Wir dürfen nicht aufhören, solche Entscheidungen zu treffen, um die Gesundheit aller Bürger zu schützen.“

So hat die Landesregierung am Samstag auch eine Verschärfung der Maskenpflicht durchgesetzt. „Inzwischen hat sich die Zahl der Fälle in der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen vervierfacht“, erklärte Barceló und nimmt vor allem die jungen Leute ins Gebet, die Vorsichtsmaßnahmen ernstzunehmen. Da viele Infizierte dieser Altersgruppe häufig keine Symptome zeigten, entstehe das Gefühl einer „falschen Sicherheit". Aus diesem Grund hat die Landesregierung eine Kampagne gestartet, um die Jugend in Sachen Corona zu sensibilisieren. Ein Rap soll sie zu mehr Vorsicht animieren.

Die Landesgesundheitsministerin betonte auch, wie notwendig die Mitverantwortlichkeit der Bürger sowie der Gastronomen in diesem Zusammenhang sei. „Wir würden ungern weitere solche Corona-Maßnahmen ergreifen“, sagte Barceló, „denn die große Mehrheit erfüllt strikt alle Empfehlungen, weshalb sich diese Botschaft insbesondere an diejenigen richtet, die es nicht tun.“

Wegen der zunehmenden Zahl der Neuinfektionen hat die Region Valencia die Maskenpflicht verschärft.

Der zweite Infektionsherd in der Region Valencia befindet sich in Santa Pola, wo eine vierköpfige Urlauberfamilie sowie vier Teilnehmer eines Firmenessens positiv getestet wurden. Die Infektionsherde sind unabhängig voneinander. Am Sonntag wurde im Sportzentrum in Santa Pola ein mobiles Testlabor eingerichtet, wo PCR-Tests an Personen durchgeführt wurden, die sich zwischen dem 10. und 12. Juli ebenfalls in dem Lokal des Geschäftsessens aufgehalten hatten. Am heutigen Montag wurde außerdem bekannt, dass ein Kind positiv getestet wurde, das im Club Náutico in Santa Pola einen Kurs für Wassersport besucht hatte.

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