Weihnachtsbaum mit Lichtern auf der Explanada in Alicante.
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Weihnachten in Alicante: Wird das Coronavirus die Feiern verhindern?

Weihnachten und Silvester trotz Covid?

Coronavirus an der Costa Blanca: Ist Weihnachten in Gefahr?

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  • Judith Finsterbusch
  • Andrea Beckmann
  • Stefan Wieczorek
  • Anne Thesing
  • Stella Kirchner

Die Costa Blanca erstrahlt bereits im weihnachtlichen Glanz. Aber wie wird das Coronavirus unser Weihnachtsfest und Silvester beeinflussen? In der Marina Alta und Dénia schwanken die Covid-Zahlen, der Süden von Alicante hat noch immer mit vielen Infektionen zu kämpfen.

Update, 15. Dezember: Die Coronavirus-Neuinfektionen in der Marina Alta bleiben auch kurz vor Weihnachten auf hohem Niveau. Zwischen vergangenem Freitag und gestrigem Montag haben sich hier nach Angaben des valencianischen Gesundheitsministeriums erneut 64 Personen mit dem Coronavirus angesteckt. Die gute Nachricht: Es ist in diesem Gesundheitsbezirk der Costa Blanca niemand an Covid-19 gestorben. Besonders besorgniserregend ist die Situation in Jávea, wo 24 neue Fälle hinzugekommen sind, bei der letzten Aktualisierung waren es 13 gewesen. In Dénia haben sich 18 Personen neu angesteckt, am vergangenen Freitag waren es 16 gewesen. Die Zahl der Personen, die seit Beginn der Pandemie in Dénia an Covid-19 erkrankt sind, hat mit 1.016 die 1.000er-Grenze überschritten. Zurückgegangen sind die Zahlen dagegen in Calp, hier gibt es sechs neue Fälle, am vergangenen Freitag waren es 17 gewesen. Sechs neue Fälle gibt es auch in El Verger, je drei in Pego und Ondara, zwei in Gata de Gorgos und je einen in Adsúbia und Beniarbeig. In Teulada dagegen, wo am Wochenende vor einem Anstieg der Zahlen gewarnt worden war, gab es laut der aktuellen Statistik keine neuen Erkrankten, ebenso wurden keine neuen Fälle in Benissa und Pedreguer verzeichnet.

Land ValenciaSpanische autonome Gemeinschaft
Fläche23.255 km²
Bevölkerung4,975 Millionen (2019) Eurostat
Autonomie seit10. Juli 1982

Coronavirus an der Costa Blanca: Kein weiterer Todesfall

Update, 11. Dezember: Kein weiterer Todesfall ist in der Marina Alta seit der letzten Aktualisierung der Coronavirus-Zahlen (8. Dezember) durch das Landesgesundheitsministerium zu beklagen. Allerdings steigen die Neuinfizierungen in der Region weiterhin an. Vom 8. bis 10. Dezember meldet das Gesundheitsministerium in der Marina Alta 64 neue Coronavirus-Fälle. Die meisten Neuzugänge wurden in den einwohnerstärksten Gemeinden Dénia, Calp und Jávea registriert. So verzeichnete Dénia in den vergangenen drei Tagen 16 Neuinfizierunge, Calp 17 und Jávea 13. In Pedreguer und Pego wurden jeweils fünf neue Corona-Infizierte gemeldet, in Teulada, Ondara und El Verger jeweils zwei und in Gata de Gorgos und Llíber jeweils einer. Freuen können sich die Einwohner in Benissa, wo seit Dienstag kein neuer Covid-Fall aufgetreten ist.

Update, 9. Dezember: Die Corona-Entwicklung in Callosa d‘en Sarrià im Hinterland der Costa Blanca gibt den Behörden Anlass zur Sorge. Viele kennen den Ort wegen des beliebten Flussbades Fuentes del Algar. Binnen weniger Tage ist Callosa d‘en Sarrià jetzt auf eine Inzidenz von 434 Covid-Fällen pro 100.000 Einwohnern in den letzten zwei Wochen hochgeschnellt. Damit zählt Callosa zu den Orten mit einem „sehr hohen Risiko“, Kriterium für diese Einstufung des Gesundheitsministeriums ist eine Inzidenz von mehr als 250. Binnen eines Monats, im Zeitraum 10. November bis 8. Dezember, wurden in Callosa 57 Menschen positiv auf Corona getestet. Allein in der vergangenen Woche waren es 22 - bei etwa 7.000 Einwohnern. Allerdings sind die Inzidenz-Werte in kleinen Orten mit Vorsicht zu genießen: Auch das 646-Seelen-Dorf Tárbena zählt jetzt zu den Orten mit „sehr hohem Risiko“. Dort reichen schon zwei Covid-Fälle unter den Einwohnern aus, um die Inzidenz auf 309 hochschnellen zu lassen.

Update, 8. Dezember: Einen weiteren Todesfall beklagt die Marina Alta laut der heutigen Aktualisierung der Coronavirus-Zahlen durch das valencianische Gesundheitsministerium, die sich auf den Zeitraum von vergangenem Freitag bis gestrigem Montag beziehen. So ist eine Person in Calpe an Covid-19 verstorben, die Peñón-Stadt der Costa Blanca beklagt damit seit Beginn der Pandemie sechs Tote, in der gesamten Marina Alta erhöht sich die Zahl der Verstorbenen auf 38.

Zurückgegangen sind die Neuinfektionen. Waren am vergangenen Freitag noch 70 neue Fälle gemeldet worden, haben sich seitdem 46 Personen infiziert. Die meisten davon, 12, in Dénia, gefolgt von Calp und Jávea mit je zehn neuen Erkrankten. Fünf neue Fälle gibt es in Gata de Gorgos, drei in Teulada und je einen in Benissa, Pego, El Verger, Benimeli, Jalón und Pedreguer. Keine Neuerkrankungen gab es unter den größeren Gemeinden in Ondara, Els Poblets, Benitachell und Orba.

Unterdessen hat die Landesregierung die geltenden Corona-Regeln wie die Sperrstunde oder die Abriegelung der Region Valencia bis 15. Januar verlängert. Ausnahmen von diesen Corona-Vorschriften für die Costa Blanca gelten lediglich über Weihnachten. Bei den beschlossenen Regeln hält sich die Landesregierung weitestgehend an die weihnachtlichen Corona-Richtlinien für ganz Spanien.

Coronavirus Costa Blanca: 70 Neuinfizierte im Kreis Marina Alta

Update, 4. Dezember, 13.30: Die heutige Aktualisierung des Landesgesundheitsministeriums bringt eine gute und eine schlechte Nachricht: Die gute Nachricht ist, dass seit der letzten Aktualisierung am Dienstag im Kreis Marina Alta niemand an den Folgen des Coronavirus verstorben ist. Die schlechte: Die Zahl der Neuinfizierten ist in den vergangenen drei Tagen wieder nach oben geschnellt. Es wurden 70 Personen gemeldet, die in dieser kurzen Zeit positiv auf Covid getestet wurden - die meisten der Neuzugänge in der Kreishauptstadt Dénia (21), gefolgt von Jávea (13) und Calp (8). In den drei Tagen zuvor hatte die Zahl der Neuinfizierten in Dénia lediglich um sieben Personen, in Jávea um 5 und in Calp um vier zugenommen. Insgesamt waren 44 neue Covid-Patienten gemeldet worden. Entspannt hat sich die Situation etwas in Pedreguer, wo zwei Neuinfizierte gemeldet wurden. In den vergangenen Tagen und Wochen war dort die Covid-Kurve steil nach oben gegangen. Die Inzidenz liegt dort derzeit bei 415,6 Fällen pro 100.000 Einwohnern.

Update, 1. Dezember, 16.45 Uhr: Ein neues Todesopfer hat das Coronavirus seit vergangenen Freitag im Kreis Marina Alta gefordert. Dies gibt das Landesgesundheitsministerium heute im Rahmen der neuen Aktualisierung bekannt. Es handelt sich dabei um einen Einwohner aus Calp. Damit steigt die Zahl der an den Folgen des Coronavirus verstorbenen Personen in der Marina Alta auf 37. Dies ist die schlechte Nachricht. Die gute: In den vergangenen Tagen ging die Zahl der Neuinfizierungen durch Covid-19 leicht zurück. Waren von Dienstag auf Freitag vergangener Woche 50 neue Fälle bekannt geworden, so wurden seit Freitag 44 Neuinfizierte registriert. Pedreguer ist einmal mehr der Ort, der mit acht Neuzugängen die meisten Neuinfektionen vermeldet. In Dénia wurden sieben Neuinfizierte registriert, in Jávea fünf und in Gata de Gorgos sechs. In Calp, Benissa und Pego sind jeweils vier neue Fälle hinzugekommen, in Ondara und El Verger jeweils zwei und in Teulada sowie Orba jeweils einer. Der Inzidenzwert betrug laut der Gesundheitsbehörde zum 30. November 78 Fälle pro 100.000 Einwohner in der Region.

Update, 27. November, 13.25 Uhr: Grund zur Sorge geben die heute vom Landesgesundheitsministerium veröffentlichten Aktualisierungen im Kreis Marina Alta. Seit der letzten Aktualisierung am Dienstag ist in Ondara ein neues Covid-Todesopfer zu beklagen Damit steigt die Zahl der an den Folgen des Coronavirus verstorbenen Personen in der Region auf 36. Zudem wurden 50 Neuinfizierte in der Marina Alta registriert. Insbesondere bereitet den Gesundheitsbehörden der Ort Pedreguer sorgen. Dort wurden seit Dienstag 16 Neuinfiziert gemeldet, womit die Zahl der Covid-Patienten auf 77 gestiegen ist. In den anderen einwohnerstärksten Orten der Region hat sich die Tendenz umgekehrt. Wurden etwa in Dénia und Jávea noch von vergangenem Freitag bis Dienstag keine neuen Coronavirus-Fälle gemeldet, sind iin den vergangenen drei Tagen in Dénia zehn, in Jávea acht und in Calp sechs neue Fälle hinzugekommen. Aus El Verger werden vier Neuinfizierungen gemeldet, aus Orba drei und aus den Gemeinden Benissa, Pego und Ondara jeweils einer. Laut der Gesundheitsbehörde betrug der Inzidenzwert zum 26. November in der Marina Alta 78,6 Fälle pro 100.000 Einwohner, sowie in Dénia 83.

Update, 26. November, 11 Uhr: Das Coronavirus greift in der Seniorenresidenz Santa Marta in Villajoyosa um sich. 45 Personen – neun Angestellte und 36 Senioren – haben sich nach Angaben der Gesundheitsbehörden mit Sars-CoV-2 infiziert. In der Einrichtung leben derzeit 80 Senioren, demnach hat sich fast die Hälfte infiziert.

Update 24. November, 12.04 Uhr: Eine Person aus dem Dorf El Verger bei Dénia ist an Covid-19 verstorben und die Zahl der Covid-Todesopfer in der Marina Alta hat sich damit auf insgesamt 35 erhöht. Das ist die schlechte Nachricht, die aus den heutigen Aktualisierungen des Landesgesundheitsministeriums aus diesem Gesundheitsbezirk der Costa Blanca hervorgeht. Die gute: Zwischen Freitag und gestrigem Montag gab es laut den neuesten Zahlen in den einwohnerstärksten Gemeinden, Dénia und Jávea, keine neuen Coronavirus-Fälle. Mehr noch: In den Statistiken dieser beiden Städte wurde sogar je ein Coronavirus-Fall abgezogen, genauso wie in Ondara und Els Poblets. Offenbar war zuvor falsch gezählt oder falsch gemeldet worden.

Und auch die Gesamtzahl der seit Freitag Neuinfizierten in der Marina Alta in Spanien gibt Grund zur Hoffnung. Zählt man die Neuinfektionen der einzelnen Orte zusammen, haben sich hier in den vergangenen vier Tagen 18 Personen mit dem Coronavirus angesteckt, das Landesgesundheitsministerium zählt wegen der abgezogenen Fälle sogar nur 14 neue Erkrankte. In der vergangenen Woche waren es noch 39. Je vier neue Fälle gab es in Benissa und Pedreguer, drei in Calp, je zwei in Teulada und Gata de Gorgos und je einen in El Verger, Orba und, erstmals, Llïber. Llíber war bis dahin in der Marina Alta der größte Corona-freie Ort gewesen. Jetzt bleiben nur noch Vall d‘Ebo, Vall de Gallinera und Benichembla als Gemeinden, die seit Beginn der Pandemie noch keinen offiziellen Corona-Fall hatten.

Unter Berücksichtigung dieser neuen Zahlen fällt der Inzidenzwert der vergangenen zwei Wochen pro 100.000 Einwohner in der Marina Alta auf 78,6 Fälle, in der vergangenen Woche lag er bei 93,1. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Tendenz bis Weihnachten fortsetzt.

Coronavirus und Weihnachten: Reisen und Partys mit mehreren Haushalten kritisch

Update 24. November: Bis 4. Dezember bleiben die Nachbarorte Elda und Petrer in Quarantäne. Die Corona-Fallzahlen wollen nicht sinken, der Gesundheitsbezirk erlebte eine fatale Woche. 27 mit Covid-19 angesteckte Menschen verloren das Leben. So viele in einer Woche hatte es im Hinterlandbezirk der Costa Blanca seit Beginn der Pandemie nicht gegeben. Hinzu kamen 436 neue Ansteckungen in drei Tagen. In ganzen Vinalopó-Tal steigt die Inzidenz pro 100.000 Bewohnern auf 529,01 – eine der schlechtesten Bilanzen im Land Valencia. Das Krankenhaus von Elda bleibt Sorgenkind. Zwei Corona-Ausbrüche führten zu 25 angesteckten Angestellten. Das Altersheim Domus Vi in Elda dagegen hat die Zahl von 100 Angesteckten übertroffen. 15 Menschen sind laut Lokalmedien in der Resindenz im Zuge der Pandemie gestorben.

Der Informant habe aber betont, dass dies maßgeblich von der weiteren epidemiologischen Entwicklung, also vor allem von den Inzidenz-Werten der Neuansteckungen mit dem Coronavirus in den nächsten Wochen abhänge. Bislang steht die Provinz Alicante zumindest bei diesen Werten verhältnismäßig gut da. Ähnliche Überlegungen zu einem Weihnachten mit möglichst wenig Covid-19-Infektionen stellt auch der Rest Spaniens an. Auch Deutschland ist unsicher, welche Einschränkungen gegen die weitere Ausbreitung vom Sars-CoV-2 vorgenommen* werden sollten, wie merkur.de berichtet. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Bereits als relativ sicher gilt ein Reiseverbot an den Festtagen sowie die Vorgabe, dass nur bis zu sechs Personen gemeinsam Weihnachten und Silvester feiern können, erklärt die Tageszeitung „Información“, die sich auf eine anonyme Quelle innerhalb der Landesregierung von Valencia beruft. Spanische Traditionen wie das Trauben-Essen bei Mitternacht würden an der Costa Blanca wahrscheinlich in diesem Jahr nicht stattfinden können. Kirchenverbände beklagen bereits jetzt, dass sie einen Großteil der Veranstaltungen des Kirchenjahres haben absagen müssen und sprachen von hohen Spenden-Verlusten.

Bis zur Bekanntgabe der Vorgehensweise mit Weihnachten gelten die folgenden Regeln an der Costa Blanca:

  • Geschlossene Räume dürfen maximal zu einem Drittel der eigentlichen Kapazität ausgefüllt werden sowie 15 Personen nicht überschreiten.
  • Läden und Geschäfte dürfen nur noch zur Hälfte gefüllt sein. Das gilt auch für Einkaufscenter.
  • Räumlichkeiten im Freien - etwa die Terrassen von Bars und Restaurants - dürfen zur Hälfte der Kapazität genutzt werden und maximal von 25 Personen gleichzeitig.
  • Massenveranstaltungen ohne registrierte Teilnehmerzahl sind strikt verboten.
  • Spielplätze dürfen maximal zur Hälfte ihrer Kapazität gefüllt werden.
  • Wochenmärkte dürfen nur mit der Hälfte der üblichen Anzahl an Ständen öffnen.
  • Hotels dürfen maximal ein Drittel ihrer Zimmer vermieten und dürfen nur Gäste aus valencianischen Gemeinden beherbergen, die nicht Lockdown-Gebiet sind.
  • Kulturveranstaltungen wie Zirkus, Theater oder Kino dürfen ihre Räumlichkeiten nur für 50 Prozent der maximalen Zuschauerauslastung öffnen. Im Vorfeld müssen personalisierte Tickets ausgestellt werden, die Teilnehmer müssen sich vor Beginn der Veranstaltung ausweisen.
  • Zwischen 24 und 6 Uhr gilt nach wie vor eine Sperrstunde. Dann darf sich niemand draußen aufhalten oder mit dem Auto fahren. Ausnahmen gelten zum Beispiel für Fahrten zum Krankenhaus oder zum Arbeitsplatz.
  • An Treffen dürfen maximal sechs Personen teilnehmen, wenn nicht alle im selben Haushalt leben. Das gilt sowohl für Treffen im öffentlichen als auch im privaten Raum.
  • Freizeitsportler dürfen paarweise privat trainieren. Organisierte Gruppentrainings mit Teilnehmerliste dürfen draußen mit maximal 30 Personen und in Innenräumen mit maximal 20 Teilnehmern stattfinden. Sanitäreinrichtungen müssen geschlossen bleiben.

Erstmeldung, 23. November: Alicante - Weihnachtsbäume und bunte Lichter so weit das Auge reicht. Alicante hat bereits die Vorweihnachtszeit festlich eingeläutet und die komplette Explanada und die Innenstadt geschmückt. Doch wie lange wird die Weihnachtsfreude an der Costa Blanca anhalten und welche Vorschriften werden gegen die Ausbreitung des Coronavirus erhoben? Die Landesregierung gibt bekannt, sie werde über mögliche Restriktionen an Weihnachten und Silvester in der Region Valencia erst am Wochenende um den 8. Dezember entscheiden.

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