Militärfahrzeuge fahren auf einem Weg unter Palmen.
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Corona an Costa Blanca: Militär musste Altersheim desinfizieren.

Covid-19 in der Region Valencia

Corona an der Costa Blanca: Zahlen steigen, Lage spitzt sich zu

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  • Anne Thesing
  • Judith Finsterbusch
  • Stefan Wieczorek

Die Corona-Lage an der Costa Blanca spitzt sich weiter zu, der Druck auf die Krankenhäuser steigt.

Update, 19. Januar: Wegen der weiterhin stark ansteigenden Fallzahlen und dem zunehmenden Druck auf die Krankenhäuser hat die valencianische Landesregierung zusätzliche Corona-Einschränkungen beschlossen. Dazu zählt, dass Bars und Restaurants nur noch Essen zum Mitnehmen anbieten dürfen.

Corona an der Costa Blanca: Lage in der Marina Alta

Update, 15. Januar: Weiterhin stark angespannt bleibt die Situation im Kreis Marina Alta. Aus der heute veröffentlichten Aktualisierung des Landesgesundheitsministeriums geht hervor, dass in dem Landkreis in den vergangenen drei Tagen fünf Personen an den Folgen von Covid-19 gestorben sind. Zwei der Verstorbenen stammen aus Calp, einer aus Dénia und einer aus Benissa. Damit verloren in der Region seit Beginn der Pandemie 75 Personen den Kampf gegen das Virus.

Seit der vergangenen Aktualisierung (12. Januar) haben sich im Kreis Marina Alta 452 Menschen neu angesteckt. Die Inzidenz in der Region ist pro 100.000 Einwohner von 793 auf 889 Fälle angestiegen. Die meisten Neuinfizierungen wurden mit 109 Fällen aus Dénia gemeldet. Dort beträgt der Inzidenzwert derzeit 1.150 Fälle pro 100.000 Einwohner. Benissa meldet 79 Neuinfizierungen, mit denen der Inzidenzwert auf sage und schreibe 1.399 Fälle pro 100.000 Einwohner geschnellt ist. Auch in den umliegenden Orten stehen die Zeichen auf Anstieg. So wurden innerhalb der vergangenen drei Tage in Jávea 52, in Ondara 36, in Pego 32, in Pedreguer 25, in Calp 24, Teulada-Moraira 22, El Verger 19 und Orba 16 neue Covidfälle gemeldet.

Corona an der Costa Blanca: Verwirrende Zahlen aus Torrevieja

Update, 14. Januar, 12 Uhr: Die Corona-Lage spitzt sich in Spanien und an der Costa Blanca weiter zu. In Torrevieja hat die Klinik die Zahl der Covid-19-Betten verdoppelt und OPs verschoben. Anfang der Woche wurden 62 Corona-Patienten behandelt. Doch herrscht ein Zahlen-Chaos. Laut Landesstatistik vom 10. Januar wies Torrevieja eine absurd niedrige 14-Tage-Inzidenz von 21,6 pro 100.000 Bewohner und nur 18 neuen PCR-Positive auf. Zum Vergleich: In Elche, wo die militärische Noteinheit UME ein Altersheim desinfizieren musste, lag die 14-Tage-Inzidenz bei 339,61. Am Mittwoch bezifferte die „Información“ Torreviejas Inzidenz auf 370.

In Elda lag die 14-Tage-Inzidenz für denselben Zeitraum sogar bei 775,84. Zugleich meldete hier das Altersheim Domus Vii einen Corona-Ausbruch als beendet. Über 80 Menschen steckten sich durch den Ausbruch mit Covid-19 an, 20 Menschen verloren as Leben. In Orihuela sagte das Bistum am Mittwoch wegen „alarmierender Zunahme an Infektionen“ die Semana-Santa-Prozessionen ab, die ab 28. März Ostern einläuten sollten.

Corona an Costa Blanca: Zahlen steigen - Krankenhäuser immer voller

Update, 14. Januar, 9 Uhr: 4.664 Neuinfizierte meldete das Landesgesundheitsministerium am Dienstag, 1.467 davon in der Provinz Alicante. 92 Menschen starben binnen 24 Stunden, 14 davon in Alicante. Der Druck auf die Krankenhäuser steigt brutal an. 2.739 Covid-19-Patienten liegen derzeit in valencianischen Kliniken, 338 davon liegen auf der Intensivstation (UCI). 28.581 aktive Corona-Fälle führt das Landesgesundheitsministerium aktuell auf. 280 zusätzliche Betten für Covid-Patienten mit leichtem Verlauf hat die Behörde in den drei Behelfskrankenhäusern in Alicante, Valencia und Castellón bereitgestellt.

Update, 13. Januar: 4.664 Corona-Neuinfizierte meldete das Landesgesundheitsministerium am Dienstag, 1.467 davon in der Provinz Alicante. 92 Menschen starben binnen 24 Stunden, 14 davon in Alicante. Der Druck auf die Krankenhäuser steigt brutal an. 2.739 Covid-19-Patienten liegen derzeit in valencianischen Kliniken, 338 davon liegen auf der Intensivstation (UCI). 28.581 aktive Corona-Fälle führt das Landesgesundheitsministerium aktuell auf. 280 zusätzliche Betten für Covid-Patienten mit leichtem Verlauf hat die Behörde in den drei Behelfskrankenhäusern in Alicante, Valencia und Castellón bereitgestellt.

An der Costa Blanca überschreitet mittlerweile fast die Hälfte der 141 Gemeinden - nämlich 68 - den Inzidenzwert von 250, ab dem das Gesundheitsministerium von einer „extrem hohen Gefahr“ spricht. In der Marina Baja ist die Inzidenz vor allem in Altea hochgeschnellt. Noch vor einer Woche gab es dort kaum Corona-Fälle, jetzt meldet das Landesgesundheitsministerium 75 Infektionen in den letzten 14 Tagen und eine Inzidenz von 336. Der Nachbarort La Nucía kommt auf 554 Fälle pro 100.000 Einwohner in 14 Tagen, Benidorm liegt bei 396, L‘Alfàs del Pi bei 474 und Villajoyosa bei 608. Die Werte für die einzelnen Gemeinden aktualisiert die Landesregierung immer dienstags und freitags.

Update, 12. Januar: Die Coronavirus-Zahlen der vergangenen vier Tage (Freitag bis Montag) schlagen in der Marina Alta erneut alle traurigen Rekorde. 15 Personen sind in dem nördlichen Gesundheitsbezirk der Costa Blanca an Covid-19 verstorben, 701 Menschen haben sich neu angesteckt. Fünf der Todesfälle kommen aus El Verger, das nach wie vor die Folgen des Infektionsherd in der Seniorenresidenz zu spüren bekommt. Drei Todesfälle gab es in Calp, zwei in Dénia und je einen in Jávea, Benissa, Teulada, Ondara und Orba.

Wegen der hohen Zahl von Neuansteckungen ist die Inzidenz in der Marina Alta pro 100.000 Einwohner von 535,6 auf 793 hochgeschnellt. Ganz oben in der Rangliste steht Dénia mit sage und schreibe 238 neuen Coronafällen. Inzidenz: 1.133,6 Fälle pro 100.000 Einwohner. 146 neue Fälle gibt es in Jávea, Inzidenz: 804,2 Fälle pro 100.000 Einwohner. Pego zählt 51 Neuinfizierte, Calp 44, Benissa 37 und Teulada 30, Ondara 38 und das kleine Orba 37. In Pedreguer und El Verger gibt es je 21 neue Fälle, in Gata de Gorgos, dessen Rathaus seine Einwohner dazu aufrief, zuhause zu bleiben, 19. Vereinzelte, aber für so kleine Gemeinden trotzdem bedeutende neue Fälle gibt es in Vall de Laguar (4), Els Poblets (3), Benidoleig, Alcalalí und Parcent (je 2) sowie Jalón, Llíber, Beniarbeig, Castell de Castells, Sanet und Ràfol (je 1).

Die Corona-Lage an der Costa Blanca spitzt sich zu. Es gelten neue Auflagen.

Coronavirus an der Costa Blanca: Intensivstationen immer mehr ausgelastet

Update, 8. Januar: Die Krankenhäuser der Region Valencia müssen derzeit 2.2.54 Covid-19-Patienten stationär versorgen, mehr als während der ersten Infektionswelle im März und April. Die Auslastung der Intensivstation beläuft sich auf 340 und liegt damit noch knapp unter dem Höchststand von 384 am 5. April. Die Landesregierung hat Notfallpläne aktiviert, Turnhallen mit Krankenhausbetten bestückt, Operations- und Arzttermine abgesagt. Valencia verzeichnet seit Wochen bei PCR-Tests einen hohen Anteil an Positiven. Aktuell liegt er bei fast 25 Prozent. Von zehn Tests sind also vier positiv. Spanienweit liegt die Quote derzeit bei knapp 14 Prozent, vor einem Monat waren es noch sieben. Die Infektionszahlen steigen also sehr stark an, auch im Kreis Marina Alta. Die Kreisstadt Dénia verzeichnet eine 14-Tagesinzidenz von 683 gemessen am statistischen Wert von 100.000 Einwohnern. Nachbarorte wie El Verger (646), Ondara (507), Jávea (547) kommen auch auf hohe Werte. Den Spitzenwert des Kreises stellten die Gesundheitsbehörden in Teulada mit 747 fest. Selbst Calpe liegt mit 347 knapp über dem Durchschnittswert der Region Valencia von 343.

Update, 6. Januar: Das valencianische Gesundheitsministerium hat am 5. Januar Corona-Rekordwerte gemeldet. 3.930 positive PCR- und Antigen-Tests hat die Behörde binnen 24 Stunden registriert, so viele Neuansteckungen wie nie zuvor seit Ausbruch der Pandemie im März. Die gute Nachricht: 2.573 Covid-19-Patienten wurden im selben Zeitraum gesundgeschrieben. In der Provinz Alicante haben sich 1.273 Menschen neu mit Covid-19 angesteckt, in der Provinz Valencia 2.242, 414 in Castellón. 85 Corona-Tote meldet das Landesgesundheitsministerium, insgesamt starben in der Region Valencia seit Beginn der Pandemie 3.116 Menschen wegen Covid-19. Neue Ausbrüche an der Costa Blanca melden unter anderem Jávea, Pego, Dénia, Polop, L‘Alfàs del Pi und Mutxamel.

Coronavirus an der Costa Blanca: Neue Auflagen ab 7. Januar

Erstmeldung, 5. Januar: Valencia - Die Corona-Entwicklung an der Costa Blanca und in der gesamten Region Valencia gibt Anlass zur Sorge. Angesichts dessen hat Landesminister Ximo Puig am 5. Januar neue Auflagen zusätzlich zu den bereits bestehenden angekündigt. Diese gelten ab Donnerstag, 7. Januar, und bis mindestens 31. Januar:

  • Die Abriegelung der Region Valencia bleibt bis 31. Januar bestehen. Ein- und Ausreisen in die Region sind also weiterhin nur mit triftigem Grund gestattet.
  • Die nächtliche Ausgangssperre wird auf 22 Uhr vorgezogen.  Ende ist gewohnt um 6 Uhr.
  • Bars und Restaurants müssen spätestens um 17 Uhr schließen.  Rauchen ist auch auf den Terrassen von Bars und Restaurants verboten. An einem Tisch dürfen maximal vier Personen sitzen.
  • Geschäfte dürfen bei einer Auslastung von maximal 30 Prozent öffnen.
  • Soziale Treffen sind weiterhin mit bis zu sechs Personen erlaubt.
  • Ab Donnerstag, 7. Januar, sind 26 valencianische Gemeinden 14 Tage lang abgeriegelt. In der Provinz Alicante fallen Alcoy, Castalla und Polop darunter. In der Provinz Valencia ist unter anderem Oliva betroffen.

Coronavirus an der Costa Blanca: Lage in Krankenhäusern spitzt sich zu

Grund für die neuen Corona-Maßnahmen: Die Infektionszahlen steigen ungebremst weiter, die Lage in einigen Krankenhäusern spitzt sich zu. Betroffen sind auch die großen Kliniken in Alicante, Elche oder Sant Joan. 200 der 264 verfügbaren Betten auf den Intensivstationen (UCI) der Provinz Alicante sind derzeit belegt, 177 davon mit Covid-19-Patienten. Die aktuelle Corona-Welle trifft die Region und ganz Spanien hart, und die Patienten, die sich über die Weihnachts-Feiertage angesteckt haben, sind noch nicht einmal im Krankenhaus angekommen.

Die Uniklinik in Sant Joan etwa hat genau wie das Krankenhaus in Villajoyosa nicht dringend notwendigen Operationen abgesagt, 110 Covid-Patienten liegen in Sant Joan derzeit auf der Station, zwölf in der UCI. Ähnlich ist die Lage im Hospital General in Alicante-Stadt: 101 Covid-Patienten auf der Station, elf in der UCI. Beide Kliniken bemühen sich derzeit, Personal und Räumlichkeiten an die Corona-Lage anzupassen. Auch Dénia hat seine UCI-Plätze verdoppelt, die Costa Blanca ächzt unter der derzeitigen Corona-Welle. In Elche hat das Hospital General sogar Betten in der Turnhalle aufgestellt, die eigentlich für Reha-Patienten gedacht ist.

Coronavirus an der Costa Blanca: 35 Gemeinden mit „extrem hohem Risiko“

Und die Zahlen steigen stetig weiter: 35 Gemeinden an der Costa Blanca verbuchen derzeit eine 14-Tages-Inzidenz von über 250 - also der Corona-Grenzwert, ab dem das Gesundheitsministerium von einem „extrem hohen Risiko“ spricht. Betroffen sind damit rund ein Viertel der Kommunen in der Provinz Alicante. 14 Gemeinden haben eine Inzidenz jenseits der 500. Polop kommt gar auf eine Inzidenz von 1.188. In dem kleinen Ort wurden binnen zwei Wochen 59 der knapp 5.000 Einwohner positiv auf Corona getestet, Alcoy im Hinterland meldet eine Inzidenz von 1.049.

In die abgeriegelten Gemeinden an der Costa Blanca, Alcoy, Castalla und Polop darf ab Donnerstag niemand ohne triftigen Grund rein oder raus. Zusätzlich gilt dort, dass Sozialzentren, Casinos und ähnliche Treffpunkte geschlossen bleiben. Bars und Restaurants dürfen nur noch Speisen zum Mitnehmen anbieten. Auch Sporthallen, Spielplätze und Parks bleiben geschlossen. An Begräbnissen, Hochzeiten und ähnlichem dürfen wegen der Corona-Ansteckungsgefahr maximal 15 Personen im Freien beziehungsweise zehn in geschlossenen Räumen teilnehmen.

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