Polizisten kontrollieren einen Autofahrer
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Polizisten kontrollieren Autofahrer, die aus einer abgeriegelten Stadt fahren wollen.

Gastronomie bleibt zu, Sperrstunde bestehen

Corona an der Costa Blanca: Entwicklung positiv, aber längst noch nicht gut

  • vonJudith Finsterbusch
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  • Stephan Kippes
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Das Coronavirus grassiert nirgendwo in Spanien so sehr wie in Valencia. Kaum eine andere Region reagiert mit so einschneidenden Maßnahmen. Die Auflagen sollen trotz besserer Zahlen verlängert werden.

Update, 11. Februar: Nach dem Treffen mit dem Expertenkomitee gibt Valencias Landesministerpräsident Ximo Puig bekannt, dass die geltenden Corona-Auflagen bis 1. März verlängert werden. Zur Begründung sagte er: „Die Entwicklung der Zahlen ist positiv, aber die Situation ist noch immer nicht gut.“ Von 10. auf 11. Februar registrierte die Region Valencia 2.911 neue Corona-Fälle und 106 Todesfälle von Covid-19-Patienten. Die 14-Tages-Inzidenz lag am 11. Februar bei 777 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Auf Anraten der Experten und angesichts der Empfehlung der WHO an Spanien, die strengen Auflagen aufrechtzuerhalten, werde man die ursprünglich bis 15. Februar verhängten Restriktionen um zwei weitere Wochen verlängern.

Update, 10. Februar: Die derzeit geltenden Corona-Auflagen in der Region Valencia werden voraussichtlich bis 28. Februar verlängert. Am morgigen Donnerstag, 11. Februar, trifft sich das Expertenkomitee in Valencia, schon jetzt ist aber durchgesickert, dass frühestens am 1. März mit Lockerungen zu rechnen ist. Diese sollen sich dann auch nur auf einzelne Bereiche beziehen, etwa die Wiedereröffnung von Bars und Restaurants oder eine verkürzte nächtliche Ausgangssperre. Am Dienstagabend meldete das Landesgesundheitsministerium 4.310 neue Corona-Infizierte und 104 Tote. 3.235 Covid-19-Patienten liegen derzeit in valencianischen Krankenhäusern, davon 602 auf der Intensivstation. Die 14-Tages-Inzidenz ist zwar auf 965 Fälle pro 100.000 Einwohner gesunken, aber immer noch die höchste in Spanien.

Corona an der Costa Blanca: Zahl der Neuinfizierten sinkt

Update, 9. Februar: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt an der Costa Blanca weiter. Am Montag meldete das valencianische Gesundheitsministerium 2.046 neue Covid-19-Fälle, 1.256 davon in der Provinz Alicante. 55 Menschen starben in der Region Valencia. Zum ersten Mal seit Wochen sank die 14-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in Valencia am Montag unter 1.000. Dennoch hat die Landesregierung angekündigt, die derzeit geltenden Auflagen zu verlängern. Am 15. Februar laufen Einschränkungen wie die Wochenend-Abriegelung von Torrevieja, Orihuela, Alicante, Elche, Benidorm und allen anderen valencianischen Städten über 50.000 Einwohnern, die Maskenpflicht beim Sport im Freien oder die Schließung von Bars und Restaurants theoretisch aus. Landesministerpräsident Ximo Puig versicherte jedoch am Sonntag, dass die Auflagen auch über den 15. Februar hinaus gelten werden. Klar ist derzeit noch nicht, ob die Einschränkungen um sieben oder 14 Tage verlängert werden.

Corona an der Costa Blanca: Leichte Besserung bei Neuinfektionen

Update, 4. Februar: Die Corona-Situation scheint sich an der Costa Blanca ganz allmählich etwas zu entspannen. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt leicht, am Mittwoch, 3. Februar, meldete das valencianische Gesundheitsministerium „nur“ 5. 256 neue Covid-Fälle. 2.563 neue Fälle kommen auf die Provinz Alicante, 2.403 auf die Provinz Valencia, Castellón meldet 390 Neuinfektionen. 112 Menschen starben binnen 24 Stunden mit Corona. In valencianischen Krankenhäusern liegen derzeit 4.193 Covid-19-Patienten, die Zahl der Patienten, die täglich neu in die Krankenhäuser eingewiesen werden, geht aber leicht zurück. Der Druck auf den Intensivstationen hält dagegen noch an: 650 kritische Patienten liegen derzeit im Land Valencia auf der Intensivstation (UCI). 67.243 aktive Corona-Fälle verzeichnet die Landesregierung insgesamt.

Update, 15 Uhr: Die Gesundheitsbehörden haben zum ersten Mal im laufenden Schuljahr eine Schule an der Costa Blanca wegen Corona geschlossen. Betroffen ist die Gargasindi-Förderschule Calpe, die derzeit wegen Bauarbeiten in Benissa untergebracht ist. Nach Medienberichten gab es Corona-Fälle in neun von 13 Klassen. Die Schüler der Gargasindi-Schule haben unterschiedliche Behinderungen und sind deshalb von der Maskenpflicht befreit.

Corona an der Costa Blanca: Maskenpflicht jetzt auch beim Sport

Erstmeldung, 1. Februar: Valencia - Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern sind am Wochenende dicht, die Sperrstunde besteht weiter, Bars und Restaurants sind zu, soziale Treffen zu Hause oder in der Öffentlichkeit beschränkt und zudem wird die Maskenpflicht noch ausgedehnt. Die Landesregierung von Valencia hat die bestehenden Verordnungen zur Eindämmung des Coronavirus bis 15. Februar verlängert und verschärft. Ab Montag, 1. Februar, muss man auch beim Sport und Spazierengehen an der Costa Blanca eine Atemschutzmaske tragen. Diese Maskenpflicht gilt in dem Zeitrahmen von 10 bis 19 Uhr und für Straßen, Parks, Promenaden und für Stadtstrände.

Die Landesregierung Valencia rechtfertigt die einschneidenden Maßnahmen damit, dass das Coronavirus sich in der Region unkontrolliert ausbreitet und das Gesundheitswesen stark unter Druck steht. Etwas Hoffnung macht, dass die Zahl der Neuinfektionen sich zu stabilisieren scheint, am Samstag vermeldete die Regierung aus Valencia 7.990 Neuinfektionen, am Sonntag 3.933. „Die Pandemie ist in eine Stabilisierungs-Phase eingetreten, allerdings ist die Lage immer noch außerordentlich kompliziert. Das zeigt sich in den Krankenhäusern der Region“, sagte Valencias Ministerpräsident Ximo Puig.

Am Sonntag lagen nach Angaben der Landesregierung 670 Patienten auf den Intensivstationen (UCI) des Landes Valencia. Diese Zahl stellt den Negativ-Rekord der Coronavirus-Pandemie vom Vortag ein, als 655 Menschen in der UCI behandelt wurden. Die Zahl der Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung stieg von 4.338 am Samstag auf 4.494 am Sonntag. Allein an der Costa Blanca befinden sich 1.772 Menschen wegen Coronavirus-Infektionen in stationärer Behandlung, 258 benötigen eine Versorgung auf den Intensivstationen. Außerdem musste die Region Valencia am Sonntag den Tod von 95 Menschen mit Covid-19 beklagen.

Anti-Corona-Maßnahmen in Valencia: Städte bleiben abgeriegelt, Geschäfte ab 18 Uhr zu

Sonst ändert sich nicht viel. Einzelhandelsgeschäfte müssen um 18 Uhr schließen. Vom frühen Ladenschluss sind Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte ebenso wenig betroffen wie Apotheken, Optiker, Friseursalons und Tierhandlungen. Komplett schließen müssen Saunen, Spas, Solarien, Gesundheitsbäder und Massagesalons. Andere Sporteinrichtungen wie Fitnessstudios, Tanzsäle oder Turnhallen dürfen nur noch von Leistungssportlern genutzt werden.

Weiterhin dürfen sich in der Öffentlichkeit nur zwei Personen treffen, die nicht aus demselben Haushalt stammen. In privaten Räumen – also im Innen- wie im Außenbereich von Wohnungen oder Häusern, dürfen sich nur Personen aufhalten, die dort zusammenwohnen. Von diesen Regeln gibt es die bekannten Ausnahmen etwa in den Bereichen Arbeit, Erziehung und Pflege. Es dürfen auch Paare zusammenkommen, die nicht in einer Wohnung leben.

Ferner macht die Landesregierung alle Städte mit über 50.000 Einwohner freitags ab 15 Uhr bis montags um 6 Uhr dicht. Am Wochenende kommt man weder rein noch raus in Torrevieja, Orihuela, Benidorm, Gandía, Valencia, Alicante, Elche, Castellón de la Plana, Torrent, Gandía, Paterna, Sagunto, Alcoy, Sant Vicent del Raspeig, Elda-Petrer und Villarreal.

Auch die Reisefreiheit bleibt weiterhin beschränkt. Demnach darf man nicht ohne triftigen Grund aus einer anderen spanischen Region nach Valencia einreisen. Mehr zu den Einschränkungen für die Reisen nach Spanien oder aus Spanien in andere Länder lesen Sie hier.

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