Gegen tristen Krankenhausalltag

Trotz Abstand in Coronavirus-Zeiten: Clowntruppe muntert in Dénia kleine Patienten per Video auf

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Ganz viele Luftküsschen und aufmunternde Späße von den Clowns der Gruppe Tarannà Teatre gab es in diesen Tagen als Aufmunterung für die kleinen Patienten der Kinderstation des Kreiskrankenhauses Dénia. Anlass war der Internationale Tag stationär behandelter Kinder. Die Überraschung sollte etwas Ablenkung in den tristen Krankenhausalltag der kleinen Patienten bringen

  • Clown-Videobeiträge sollen Kinderpatienten ablenken.
  • Viele Küsschen und aufmunternde Späße für die Kleinen.
  • Initiative ist Bestandteil des Projekts „Cuidem dels Xiquets“.

Dénia - Jede Menge Spaß erlebten die Kinder mit der Clowngruppe der Marina Alta, die verschiedene Videobeiträge für die jüngsten Patienten gedreht hatte. Tarannà Teatre setzt sich aus sechs Clowns zusammen, die normalerweise in den Krankenhäusern des Landes Valencia unterwegs sind. In Zeiten des Coronavirus, in denen kein persönlicher Kontakt möglich ist, besuchen sie die Kinderabteilungen nicht persönlich, sondern per Videoaufzeichnung. Alle Clowns haben Namen, die einen Bezug zur Medizin haben. Da ist zum Beispiel der Clown Càpsulo (Kapsel), die Clownin Doctora Sana (Ärztin Gesundheit), die sich in jeden und alles verliebt und an der Seite der Clowns Doctor Medicamento, Doctor Otorrino (Hals- Nasen- und Ohrenarzt), Doctor Placebo und der Doctora Pildorina Comprimida für reichlich Wirbel sorgt.

Coronavirus: Marina Salud kümmert sich um Kinderpatienten

Die Initiative wurde im Rahmen des Projekts „Cuidem dels Xuquets“ (valencianisch für „Wir passen auf die Kinder auf“) ausgeführt, das Marina Salud während der Sars-CoV-2-Pandemie Anfang des Monats ins Leben gerufen hatte. Das Programm beinhaltet unter anderem eine Musik-Ludothek, Expressive Psychotherapie, Pränatales Singen und ein Unterhaltungsprogramm der Clowns. „In der Musik-Ludothek kommen kleine Schlaginstrumente, Glocken und Seifenblasen zum Einsatz“, erklärte der Programmleiter Henar Delgado. Möglich sei dies durch ein Abkommen, das mit dem Denianer Orchester Agrupación Artistica Musical getroffen worden sei.

Alicia Costa ist die Beauftragte der Expressiven Psychotherapie, die bereits seit Jahren mit großem Erfolg in der Kinderabteilung des Kreiskrankenhauses angeboten werde. „Die Technik besteht aus Klangstimulation und plastischer Ausdrucksformen, durch die sich emotionaler Stress bewältigen lässt“, sagte die Therapeutin. Ähnliche Ergebnisse erziele man mit der Musiktherapie, die sich positiv auf die Kommunikation mit den Familienmitgliedern auswirkt.

Verbindung zwischen Mutter und dem Ungeborenen

Eine Verbindung zwischen der Mutter und ihrem ungeborenen Baby schafft der pränatale Gesang. „Das Baby hört Geräusche von außen“, erklärte ein Sprecher von Marina Salud. „Beim Gesang wird die Bauchdecke in Schwingungen versetzt und der Klang überträgt sich über die Knochenleitung nach innen.“ Musik wirke wohltuend auf den Fötus und später auf das Kind, sofern die Mutter diese Musik als beruhigend und entspannend empfinden würde. „Musik wirkt auf jeden Menschen anders“, so der Sprecher. „Die Vorlieben der Mutter prägen zunächst auch die Vorlieben des Kindes.“

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